GEWALT: Beat Villiger fordert härteres Gesetz

Der Zuger Sicherheitsdirektor versteht den Unmut des Volkes, weil ein brutaler Schläger auf freiem Fuss ist - er verlangt nun Konsequenzen.

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Der CVP-Regierungsrat Beat Villiger. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der CVP-Regierungsrat Beat Villiger. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein 17-Jähriger, der eine 83-Jährige brutal zu Boden stösst, um dann mit den Füssen auf sie einzutreten: Diese Gewalttat, die sich bereits Ende letzter Woche in Zug ereignete, schockiert die Öffentlichkeit immer noch. Vor allem, weil der Schläger auf freiem Fuss ist. Der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP) sagt nun, dass er den Unmut im Volk nachvollziehen könne. Er würde sich wünschen, die Polizei hätte mehr rechtliche Mittel zur Hand: «Es wäre natürlich gut, für solche speziellen Fälle über eine härtere Gesetzgebung zu verfügen.» Villiger gibt aber zu bedenken, dass die Polizei aufgrund der geltenden Rechtslage völlig richtig gehandelt habe. Der Berner Strafrechtler Jonas Weber hingegen betont, der Schläger hätte sehr wohl in Haft genommen werden können.

Andreas Kleeb, Präsident der FDP im Kanton Zug, hat eine andere Sicht der Dinge als Sicherheitsdirektor Villiger: Kleeb hat kein Verständnis für das Vorgehen der Polizei. Den Zuger Fall vergleicht er mit den jugendlichen Schlägern von München, welche in Untersuchungshaft genommen wurden. Weil der Zuger Schläger geistig behindert ist, hätte dieser «in eine Anstalt zur Sicherheitsverwahrung eingewiesen werden können», sagt der FDP-Präsident.

red

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.