GEWALT: Polizei soll Jugendliche von zu Hause abholen

Schlägt ein Jugendlicher seine Eltern, soll die Polizei härtere Massnahmen ergreifen können. Diese Forderung kommt von links.

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Hubert Schuler, Leiter des Baarer Sozialamtes und SP-Kantonsrat. (Bild pd)

Hubert Schuler, Leiter des Baarer Sozialamtes und SP-Kantonsrat. (Bild pd)

Der 15-jährige Sohn lässt sich von den Eltern schon lange nichts mehr sagen. Diese wollen das nicht mehr länger einfach so hinnehmen und drohen mit drastischeren Strafen. Den Jungen bringt das vollends auf die Palme, er teilt aus nicht mehr nur Worte.

Dieses fiktive Beispiel könnte auch im Kanton Zug Realität werden, befürchten die SP-Kantonsräte Alois Gössi (Baar) und Hubert Schuler (Hünenberg). Sie reichen deshalb eine Motion ein, die das Polizeigesetz erweitern soll. Darin beantragen die beiden Kantonsräte, dass es der Polizei möglich sein soll, Jugendliche, die häusliche Gewalt gegenüber den Eltern oder Geschwistern ausüben, während maximal zehn Tagen wegzuweisen. Konkret: Die Polizei kann diese ohne Einverständnis der Eltern aus dem Elternhaus nehmen und vorübergehend beispielsweise in ein Jugendheim einweisen. Durch eine temporäre Wegweisung könne sich die Situation auf beiden Seiten beruhigen, so die Hoffnung.

Andreas Oppliger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.