Gewalttäter sind junge «Exilzuger»

Nun steht fest, dass die jugendlichen «Bahnhofschläger» aus dem Freiamt stammen. Sie befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

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Beim Gleis 3 am Bahnhof Zug wurde das Ehepaar verprügelt. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Beim Gleis 3 am Bahnhof Zug wurde das Ehepaar verprügelt. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Die vier jugendlichen Gewalttäter, die am Zuger Bahnhof eine englische Familie zusammengeschlagen haben, kommen aus Sins und Umgebung. Sie sind «Exilzuger», deren Eltern in der 4000-Einwohner-Gemeinde im Freiamt ein Haus gekauft oder eine Wohnung gemietet haben, die aber nach wie vor nach Zug in den Ausgang gehen. «Die vier Jugendlichen sind teilweise geständig», sagte Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden auf Anfrage.

Bleiben die Beschuldigten bis Freitag in Untersuchungshaft, muss der Haftrichter entscheiden, wie es weitergeht. Derweil schweigen sich die Behörden weiter über das Tatmotiv der Jugendlichen aus. Sicherheitsdirektor Beat Villiger wirft der Öffentlichkeit sogar eine «boulevardeske Neugier» vor: «Wenn die Tatverdächtigen teils minderjährig sind, so ist das Verfahren nicht öffentlich, was zu respektieren ist.»

Jürg J. Aregger/Wolfgang Holz