Gewerkschaft fordert Geld für alle

Ab Dienstag wird der Sozialplan für die Papieri in Cham erarbeitet. Die Chancen für eine einvernehmliche Lösung stehen gut – doch es gibt einen möglichen Streitpunkt.

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Gebäude der Cham Paper Group in Cham. (Bild: Keystone)

Gebäude der Cham Paper Group in Cham. (Bild: Keystone)

Am 3. Januar nehmen die Angestellten der Cham Paper Group (CPG) nach den Betriebsferien wieder ihre Arbeit auf. Gleichzeitig findet an diesem Dienstag die erste Sitzung zwischen dem Papieri-Management, der Arbeitnehmervertretung, den Gewerkschaften Syna und Unia sowie dem SPV (Schweizerischer Papier- und Kartonarbeitnehmerverband) statt. «Wir erwarten, dass das Management einen ersten Sozialplan-Entwurf präsentiert», sagt Josef Lustenberger von der Syna.

Die Gewerkschaften und auch die CPG-Arbeitnehmervertretung sind zuversichtlich, dass es zu einem für alle Parteien vorteilhaften Sozialplan kommen wird. «Die Firma steht trotz Krise finanziell gut da», sagt Beat Krügel vom SPV. Das Geld für den Sozialplan sei vorhanden.

«Arbeit vor Geld» ist umstritten

Uneinig ist man unter den Sozialpartnern, was die Auszahlung von möglichen Entschädigungsgeldern betrifft. Gemäss den Aussagen von CPG-CEO Peter Studer geht man beim Sozialplan vom Grundsatz «Arbeit vor Geld» aus. Das heisst, man versucht, jedem entlassenen Mitarbeiter eine neue Stelle zu vermitteln, sodass dieser möglichst nahtlos in einer gleichwertigen Tätigkeit weiterbeschäftigt werden kann. Gelingt dies, so wird ihm persönlich kein Geld aus dem Sozialplan ausbezahlt. Während Syna und Unia diesem Vorgehen zustimmen, gibt es Widerstand vom SPV. Dessen Präsident Beat Krügel kündigt an: «Wir setzen uns für eine faire Entschädigung für alle Entlassenen ein.» Denn auch wenn jemand sofort eine neue Stelle findet, so solle er für die Betriebstreue von der CPG mit einem angebrachten Geldbetrag entschädigt werden.

Ernst Meier

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