GGR: Küche und Wasserinfrastruktur im Alterszenrum Herti werden saniert

Das Parlament gibt grünes Licht für den Kredit von 2,69 Millionen Franken. Und dies deutlich.

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Die Budgetversammlung der Korporation Zug hat am Montag einen Kredit von einer Million Franken für die Sanierung der Kalt- und Warmwasserversorgung und zur Erstellung einer Musterwohnung im Hertizentrum 8 und 9 gesprochen. Dank der in Stand gestellten Wohnung sollen Erkenntnisse für die weiteren nötigen Sanierungsschritte der anderen rund 50 Wohnungen der Korporation gewonnen werden (Seite 20).

Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) stimmte gestern an seiner ersten Jahressitzung einem Baukredit von brutto 2,69 Millionen Franken einstimmig zu, der ebenfalls in der Herti investiert wird. Das Geld wird benötigt, um die Küche und die Lüftung des Alterszentrums Herti zu sanieren. Das Zentrum gehört der Stadt und steht auf einem im Baurecht von der Korporation erworbenen Grundstück.

Kommissionen sagen Ja

Bevor der Rat zur Schlussabstimmung schritt, gab es viel Lob und wenig Tadel für das Projekt. Die Bau- und Planungskommission (BPK) habe die Vorlage mit 8 zu 1 Stimmen befürwortet, sagte deren Präsident Urs Bertschi (SP). Und Philip C. Brunner (SVP) mahnte im Namen der Geschäftsprüfungskommission (GPK): «Das Projekt ist mehrmals zurückgestellt worden, und es ist wichtig, dass dieses nun endlich an die Hand genommen wird.»

Die Voten der Redner drehten sich mehrheitlich um die Verzögerung in der Projektbearbeitung, doch die Schlussfolgerungen waren alle gleich. Küche und Geräte hätten ein stattliches Alter von 32 Jahren, rechnete Barbara Stäheli (SP) vor und resümierte: «Der eingeforderte Zwischenstopp hat sich gelohnt, denn die offenen Fragen konnten zufriedenstellend geklärt werden.» Peter Rütimann von der FDP verglich: «Liegenschaften sind wie Autos. Wenn man keinen periodischen Service macht, besteht die Gefahr, dass sie nicht mehr laufen.» Unter dem Aspekt der Werterhaltung sei es darum zwingend notwendig, die Küche zu sanieren.

Auch Monika Mathers (Alternative-CSP) sprach sich für die Sanierung aus, genauso wie Gregor Bruhin (SVP). Danach drückte CVP-Gemeinderat Richard Rüegg seine Bedenken aus: «Ich hoffe sehr, dass diese Investition im Hinblick auf eine Gesamt­sanierung nicht vergebens ist und wir die Küchengeräte auch in ein paar Jahren brauchen können.» Er vermisse die Vision der Stadt, denn man habe es verpasst, in der Herti eine Gross­küche zu realisieren, in der das Essen für verschiedene städtische Einrichtungen hätte gekocht werden können. «Damit hätten wir mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.» (kk)