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GGZ@Work stellt nachhaltige Souvenirs vom Eidgenössischen Schwingfest in Zug her

In Baar entstehen aus den Werbeplanen des Schwingfests neue Produkte.
Riccardo Cicchetti
GGZ-Gruppenleiterin Pia Theiler (links) und Silvia Garcia prüfen die aus den Esaf-Werbeplanen genähten Taschen. (Bild: Maria Schmid, Baar, 12. September 2019)

GGZ-Gruppenleiterin Pia Theiler (links) und Silvia Garcia prüfen die aus den Esaf-Werbeplanen genähten Taschen. (Bild: Maria Schmid, Baar, 12. September 2019)

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug gehört nun definitiv der Vergangenheit an. Souvenirprodukte sind aber immer noch gefragt. Genau diese stellt das GGZ@Work – Recycling in Baar her. Im Betrieb sind seit fast 20 Jahren stellenlose Menschen tätig, die wieder ins Arbeitsleben einsteigen möchten.

Die Gruppenleiterin Pia Theiler stellt das neueste Produkt her, welches im Onlineshop verkauft wird. «Es handelt sich um einen Mehrwegbeutel für Früchte und Gemüse. Dieser ersetzt die Plastiksäckchen, die man sonst in Einkaufsläden bekommt. Es handelt sich also um ein sehr nachhaltiges Produkt», erklärt Theiler. Ebenfalls nachhaltig sind die Taschen und Arbeitsmappen, welche als Souvenirs vom Esaf verkauft werden. Diese werden aus den Werbeplanen, die am Schwingfest überall aufgehängt waren, gefertigt.

Unerwartet grosse Nachfrage

Momentan ist die Produktion in vollem Gange. «Wir mussten einen weiteren Raum für die Arbeiten bereitstellen. Unser Ziel liegt bei 400 Taschen, die wir produzieren möchten», betont Theiler. Dass die Nachfrage bei den Souvenirartikeln so gross ist, hätten sie und ihr Team nicht erwartet. «Wir haben es gehofft, aber nicht daran geglaubt.» Sie würden sich aber dank der vielen Arbeiter und des zusätzlichen Raums gut im Zeitplan befinden. «Den Leuten gefällt die Arbeit sehr gut und sie haben Freude am Ergebnis.»

Theiler arbeitet seit vier Jahren bei GGZ@Work als Gruppenleiterin. Sie sei die einzige im Betrieb, die Näherin sei. «Ich habe die Leitung und helfe den anderen bei Problemen. Es macht mir Spass, Personen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und mit ihnen ein so grosses Projekt auf die Beine zu stellen.» Der Hauptfokus liege aber darin, dass sie sich so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. «Wir bieten ihnen hier einen geregelten Tagesablauf, um sie wieder an die Arbeit gewöhnen zu können. Wenn wir merken, dass sich die Person besser angepasst hat und nur noch wenig Unterstützung braucht, kann sie mit unserer Hilfe erste Bewerbungen schreiben und sich so wieder in den richtigen Arbeitsmarkt eingliedern.»

Die Produkte, die bei GGZ@Work hergestellt werden, können im neuen Onlineshop neben Möbeln, Textilprodukten und anderen, wiederverwendbaren Wertstoffen bezogen werden.

Neues, grosses Recyclingzentrum geplant

Es gibt auch analoge Methoden, um Waren von GGZ@Work zu erhalten. In zwei Secondhand-Läden in Baar bekommt man Damen-, Herren-, Kinder- und Sportbekleidung sowie Schuhe und Accessoires und ein weiterer Laden in Zug bietet Bauteile zum Wiederverkauf an. «Jetzt ist auf dem Gelände des Ökihofs ein weiterer Laden geplant, der keine Secondhandwaren anbieten soll, sondern nur Sachen aus erster Hand», wie Barbara Lang, Leiterin Marketing und Verkauf bei GGZ, berichtet.

Geplant ist laut Bericht und Antrag des Stadtrats aus dem Jahr 2017, dass sich der Ökihof, das Brockenhaus der Frauenzentrale und die GGZ den Standort teilen würden und dass daraus ein eigentliches Recyclingzentrum entstehen könnte. Dazu Lang: «Wir sind mit der Planung schon sehr weit, aber das Projekt ist noch nicht in trockenen Tüchern.» Fix hingegen ist, dass die Souvenirs ab Mitte Oktober ausgeliefert werden, selbstverständlich auch von Mitarbeitern der GGZ.

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