Gibts anstelle des Hallenbads bald einen Saunaclub?

Die Sujets am Nachtumzug in Menzingen boten beste Unterhaltung. Auch viele junge Fasnächtler haben sich dafür ins Zeug gelegt.

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Warme Getränke, Orangen und musikalische Unterhaltung: Die Menzinger waren am Samstagabend bestens versorgt. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Warme Getränke, Orangen und musikalische Unterhaltung: Die Menzinger waren am Samstagabend bestens versorgt. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Dicht gedrängt warteten am Samstagabend zahlreiche Menzinger auf den diesjährigen Startschuss zum Fasnachtsnachtumzug. Trotz bitterer Kälte hatte man das Gefühl, das ganze Dorf am Strassenrand anzutreffen. Es wimmelte von Fröschen, Cowboys, Hexen und Marienkäfern – Menzingen präsentierte sich durchaus exotisch. Um 19 Uhr eröffneten drei Knaller, deren Lichtstrahl kurz den Nachthimmel erhellten und nebenbei auch einige Zuschauer zu erschrecken vermochten, den Umzug.

Bild: Maria Schmid/Neue ZZ
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Der von der Fasnachtsgesellschaft Roter Hahn organisierte Umzug bot mit seinen 34 Sujets beste Unterhaltung. Die einen forderten einen Partikelfilter für den für Chaos sorgenden isländischen Vulkan, die anderen vermittelten Strategien zur Flucht in die Freiheit – via Grüncontainer. Auch dorfinterne Themen kamen nicht zu kurz. So wurde spasseshalber diskutiert, ob nun anstelle des Hallenbades im Klosterdorf ein Saunaclub entstehen sollte. Beliebte Sujets waren zudem die neue Fernheizung oder das Gasthaus Chrüzegg mit der legendären Kegelbahn. Dazwischen sorgten verschiedene Guggen für die musikalische Stimmung.

Engagierte Jungfasnächtler

Die Menzinger Kindergärtler sorgten, als Schneeflocken verkleidet, für ein weiteres Highlight des Umzugs. Sie spazierten allesamt hinter einem Wagen her, auf dem Frau Holle ihre Bettdecke schüttelte. Ein Zuschauer zeigte sich beeindruckt: «Toll, dass für einen einzigen Auftritt so viel Aufwandbetrieben wurde», sagte er. Eine andere Besucherin freute sich ab den vielen engagierten Jungmenzingern, die aus eigener Initiative einen Auftritt am Umzug gestalteten. So beispielsweise Tanya Schuler, die mit ihren Fasnachtskollegen kurzerhand einen Achterbob zusammenbastelte. «Wir haben uns vor zwei Wochen für eine Teilnahme entschieden», erklärte sie. Deshalb erschien die Gruppe auch nicht auf dem Umzugsprogramm. Trotzdem wurde sie für ihre witzige Darbietung frenetisch beklatscht. Nach dem gelungenen Umzug boten sich Besuchern und Teilnehmern manche Gelegenheiten zum Aufwärmen. Eine davon: Tanzbeinschwingen am Feuerwehrball in der Schützenmatt.

Céline Barmet