Glencore bleibt bei seinem Angebot

Glencore bleibt bei seinem Angebot von 3,05 eigenen Aktien pro Xstrata-Papier für die Fusion mit dem Bergbaukonzern. Dies teilte der Rohstoffhändler mit Sitz in Baar am Montagmorgen in einem Communiqué mit.

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Der Firmensitz von Glencore in Baar. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Firmensitz von Glencore in Baar. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

In der Mitteilung von Glencore heisst es weiter, Xstrata-Chef Mick Davis solle nun während den ersten sechs Monaten am Ruder des neu entstehenden Konzerns bleiben. Danach werde Glencore-Chef Ivan Glasenberg das Zepter übernehmen. Xstrata teilte mit, man werde das Glencore-Angebot bis spätestens am 24. September prüfen und am gleichen Tag bekannt geben, ob man das Angebot den Aktionären vorlegen wolle.

Glencore hatte sein Angebot am vergangenen Freitag von 2,8 auf die nun bestehenden 3,05 eigenen Anteilsscheine je Xstrata-Papier erhöht und den Geldwert des Gebots auf insgesamt 36 Mrd. Dollar gesteigert. Damit will der Rohstoffhändler kritische Xstrata- Anteilseigner wie den Golfstaat Katar oder Norwegens Staatsfonds zum Einlenken bringen.

Wohl doch keine feindliche Übernahme

Am Freitag hatte es zudem danach ausgesehen, als ob Glencore nicht mehr einen «Zusammenschluss unter Gleichen», sondern vielmehr eine feindliche Übernahme plane. Unter anderem der geäusserte Anspruch, Glencore-Chef Glasenberg solle von Anfang an den neuen Konzern führen, hatte zu dieser Annahme verleitet.

Am Montag gab sich Glencore nun zurückhaltender. Zwar betonte der Konzern, die am Freitag angehobene Offerte sei das letzte Wort. Zugleich versicherte Glencore aber, an anderen mit Xstrata bereits getroffenen Vereinbarungen nicht rütteln zu wollen.

Rohstoffgigant in der Entstehung

Glencore und Xstrata hatten sich bereits im Februar auf den Zusammenschluss verständigt und für das Geschäft geworben. Mit der Übernahme von Xstrata durch Glencore soll eine Gesellschaft mit einem Jahresumsatz von fast 210 Mrd. Dollar entstehen.

Gemeinsam würden die beiden Unternehmen die gesamte Kette der Wertschöpfung von der Förderung über den Transport bis zum Verkauf von Bodenschätzen unter einem Dach vereinen und damit über eine entsprechende Marktmacht verfügen. Beide Konzerne haben vor allem aus steuerlichen Gründen ihren Hauptsitz nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Kanton Zug.

sda