Glencore sieht sich im dritten Quartal auf Kurs

Die Geschäfte des Rohstoffkonzerns Glencore haben sich im dritten Quartal laut Unternehmensangaben den Erwartungen entsprechend entwickelt. Die Umsetzung der wichtigen Projekte verlaufe nach Plan und innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens.

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Das Glencore Hauptgebäude in Baar. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das Glencore Hauptgebäude in Baar. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Bei den Projekten handelt es sich um neue Minen und Ölförderungsanlagen, an denen Glencore mindestens mit einem Mehrheitsanteil beteiligt ist, teilte der Konzern mit Sitz in Baar am Donnerstag in seinem Produktionsbericht mit. Im Betriebsquartal habe das Unternehmen eine «gesunde» betriebliche und finanzielle Leistung erbracht, hiess es weiter. Umsatz- und Gewinnzahlen gab Glencore nicht bekannt.

Dass Glencore mit seinen Projekten im Budget liege, ist laut Daniel Benz, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), positiv zu werten. Andere Rohstoffunternehmen müssten gegenwärtig ihre Kosten nach oben korrigieren.

Glencore sei vor allem in Gebieten tätig, wo die Regierung auf den Konzern als Arbeitgeber angewiesen sei, erklärte Benz gegenüber der sda. Deshalb könne Glencore die Kosten tief halten.

In nächster Zeit plant Glencore weitere Akquisitionen. Wie das Unternehmen im Produktionsbericht bekanntgab, hat es Interesse an der Übernahme einer Kontrollmehrheit an der südafrikanischen Optimum Coal.

Aufgrund der sinkenden Rohstoffpreise seien die Aussichten für die Branche gegenwärtig nicht sehr gut, sagte ZKB-Analyst Benz. Die Nachfrage entwickle sich zwar noch immer gesund, ihr Wachstum nehme jedoch ab. Dies dürfte sich auch im Jahresergebnis von Glencore niederschlagen.

sda