Globegarden lässt Geschäftsabläufe untersuchen

Die auch in Zug tätige Betreiberin von Kindertagesstätten Globegarden steht in der Kritik. Jetzt reagiert das Unternehmen.

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(haz) Die Geschäftsleitung von Globegarden hat die unter anderem auf Audits von Prozessen und Institutionen spezialisierte Kanzlei Niederer Kraft Frey beauftragt, eine unabhängige Überprüfung der im Online-Magazin «Republik» und anderen Medien kritisierten Betreuungs- und Arbeitsbedingungen in den Kinderkrippen von Globegarden vorzunehmen, wie einer Mitteilung von Globegarden zu entnehmen ist. Über die Ergebnisse soll informiert werden, sobald diese in einigen Wochen vorliegen.

Zwar werden die Einrichtungen von Globegarden schweizweit bereits regelmässig durch die Behörden kontrolliert, ohne dass es dabei zu schwerwiegenden Beanstandungen gekommen wäre. Zudem lässt sich Globegarden freiwillig durch TÜV Süd aufwändig zertifizieren, der das Label «International Education Excellence» vergibt. Man wolle aber jeden Zweifel ausräumen, so die Betreiberin. Globegarden betreibt auch in Zug Kinderkrippen und ist in die Kritik geraten.

«Das Wohl der uns anvertrauten Kinder ist unser wichtigstes Anliegen, ebenso das Vertrauen der Eltern in die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gegenüber Globegarden. Entsprechend nehmen wir jede Kritik sehr ernst, ungeachtet ihrer Herkunft und Stossrichtung», lässt sich Christina Mair, eine der drei Geschäftsführerinnen in der Mitteilung zitieren.

«Wir sind uns keines systematischen Fehlverhaltens bewusst und können die in den Medien erhobenen Vorwürfe nicht nachvollziehen», sagt Caroline Staehelin. Daher habe man sich dazu entschlossen, eine insbesondere auch auf Fragen des Arbeitsrechts spezialisierte Kanzlei zu mandatieren.

Laut Globegarden ist die Zufriedenheit hoch

«Wir haben vollstes Vertrauen in unsere 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit grossem Engagement in unseren 54 qualitätszertifizierten Einrichtungen arbeiten. Wo Menschen arbeiten, kann es auch bei uns wie in jeder Krippe in Einzelfällen zu Fehlern kommen. Wir informieren die Eltern jeweils sofort und transparent», betont Kristina Rebsamen in der Mitteilung weiter.

Die regelmässig mit über 90 Prozent äusserst hohe Zufriedenheit von Eltern und die ähnlich hohen Zufriedenheitswerte über Arbeitskonditionen bei den Mitarbeitenden bestärken die drei Gründerinnen und Geschäftsführerinnen darin, dass sie mit ihrem in den letzten zehn Jahren aufgebauten Unternehmen auf dem richtigen Weg sind. «Wir wollen für Kinder, Eltern und Mitarbeitende beste Qualität bieten. Dabei stellen wir die uns anvertrauten Kinder in den Mittelpunkt, ohne die Bedürfnisse der Eltern nach frühkindlicher Förderung, zeitlicher Flexibilität und attraktiven Standorten zu vernünftigen Preisen zu vernachlässigen.»