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GÖBLI: Ein Schritt näher am Ökihof

Der Grosse Gemeinderat stellt sich einstimmig hinter das Tauschgeschäft zwischen der Stadt und den Wasserwerken Zug. Ein anderes Geschäft sorgt für eine intensive Debatte.
Samantha Taylor
Hier sollen die Zugerinnen und Zuger ab 2020 entsorgen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 27. September 2016))

Hier sollen die Zugerinnen und Zuger ab 2020 entsorgen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 27. September 2016))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

«Ziel Landtauschgeschäft erreicht: gut gemacht, Stadtrat.» Mit dieser Aussage brachte Tabea Zimmermann (Fraktion Alternative-CSP) die Meinung der Mitglieder des Grossen Gemeinderates zum Tauschgeschäft im Gebiet Göbli auf den Punkt. Mit dem Tausch erhält die Stadt im Gebiet Göbli rund 19000 Quadratmeter Land von den Wasserwerken Zug (WWZ). Das Grundstück grenzt an eine 20000 Quadratmeter grosse Fläche, die bereits im Besitz der Stadt ist. Vorgesehen ist, dass auf Teilen dieser Fläche der neue Ökihof angesiedelt werden soll. Im Gegenzug tritt die Stadt an die WWZ ein Grundstück identischer Grösse ab. Dieses liegt im Gebiet Fröschenmatt/Schochenmühle an der Grenze zu Baar und befindet sich in der Landwirtschaftszone. Aufgrund der unterschiedlichen Zonierungen und der damit unterschiedlichen Werte der Grundstücke – die Fläche im Göbli liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen – erhält die WWZ zudem 7,8 Millionen Franken von der Stadt.

Dieser Betrag sei zwar ein Wermutstropfen, befand Mathias Wetzel im Namen der FDP-Fraktion. «Er kann unseres Erachtens aber sehr wohl in Kauf genommen werden.» Der Stadtrat habe Verhandlungsgeschick an den Tag gelegt.

Auch Christoph Iten (CVP) hielt fest, dass dieser Tausch die Stadt «einen grossen Batzen» koste. «Bedenkt man aber, dass die Zuger Landpreise in Zukunft wohl kaum sinken werden und die Möglichkeiten, solche Parzellen zu erwerben, selten sind, dann ist dieser Batzen durchaus gerechtfertigt.» Seitens der SP hätte man es «begrüsst», wenn der Handel mit der WWZ ohne Landabtausch zu Stande gekommen wäre. «Aber der Grundsatz der WWZ, nur Land gegen Land zu tauschen, scheint unumstösslich. Und die Verhandlungen haben zu einem zu akzeptierenden Ergebnis geführt», sagte Barbara Stäheli.

Tauschgeschäft nicht gleich neuer Ökihof

Für einen «verantwortungsvollen Umgang» mit dem Land im Göb­li plädierte SVP-Sprecher Philip C. Brunner. «Diese strategischen Landreserven sollen nicht einfach in den nächsten Jahren überbaut werden. Der Umgang mit diesem Land muss sorgfältig überlegt werden», so Brunner weiter. Ähnlich klang es bei der SP. Es sei zentral, dass diese Landreserve langfristig und für Infrastruktureinrichtungen für die Bevölkerung genutzt werde. Dass das Landtauschgeschäft nicht automatisch mit einem neuen Ökihof gleichzusetzen sei, darauf wies Christoph Iten in seinem Votum hin und zählte gleich einige mögliche Nutzungen auf: «Ökihof, Feuerwehr, Werkhof, Schulhaus oder Asylheim, am besten gleich neben einem ordentlichen Kunsthaus.» Das Göb­li sei zwar nicht die Lösung aller Zuger Platznöte, schaffe aber Abhilfe, und die Notwendigkeit der Landreserve sei sicher gegeben.

Nach den vielen lobenden und einigen mahnenden Worten schritt der Rat schliesslich zur Abstimmung und stellte sich einstimmig hinter das Tauschgeschäft.

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