Goldmünze aus Bologna in Zug gefunden

Bei archäologischen Untersuchungen in Zug hat die Kantonsarchäologie eine Goldmünze aus dem frühen 16. Jahrhundert gefunden. Die Münze wurde zur Zeit der Renaissance in Bologna geprägt und diente als stabile Handelswährung.

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der Heilige Petrus zwischen dem Wappen der Stadt Bologna und dem Medici-Wappen. (Bild: Kantonsarchäologie Zug)

der Heilige Petrus zwischen dem Wappen der Stadt Bologna und dem Medici-Wappen. (Bild: Kantonsarchäologie Zug)

Im Hinblick auf die städtische Wohnüberbauung Roost an der Hofstrasse in Zug führte die Kantonsarchäologie Zug Ausgrabungen durch. Bei der systematischen Kontrolle der Bauparzelle hat ein Mitarbeiter der Kantonsarchäologie eine Goldmünze von 2,2 cm Durchmesser gefunden. Wie die Kantonsarchäologie mitteilt, handelt es sich um einen zwischen 1513 und 1521 geprägten Dukaten aus Bologna.

der Heilige Petrus zwischen dem Wappen der Stadt Bologna und dem Medici-Wappen. (Bild: Kantonsarchäologie Zug)

der Heilige Petrus zwischen dem Wappen der Stadt Bologna und dem Medici-Wappen. (Bild: Kantonsarchäologie Zug)

Auf der einen Seite der Münze verewigte sich der Münzherr Papst Leo X, ein berühmter Renaissancepaps der die Kunst und die Kultur förderte, mit seinem Namen und Wappen. Auf der anderen Seite der Münze ist der Heilige Petrus zwischen dem Wappen der Stadt Bologna und dem Medici-Wappen dargestellt. Bologna gehörte seit 1506 zum Kirchenstaat.

Der Dukat aus Bologona war zusammen mit denjenigen aus Mailand und Venedig eine bekannte Münze. Trotzdem finden sich diese Goldmünzen nördlich der Alpen viel seltener als Kleingeld. Möglich wäre es, dass die Münze einem Händler oder einem Söldner gehört hat, der aus dem Kriegsdienst in Norditalien zurückgekehrt war.

pd/bep