GOTTSCHALKENBERG: Bellevue - Triste Aussichten für Deltasegler

Beim Bellevue auf dem Gottschalken­berg soll eine Aussichtsplattform hin. Gegen den Willen von 14'000 Flug­sportlern.

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Thomas Kehren und die Aussicht vom Bellvue. (Bild Charly Keiser/Neue ZZ)

Thomas Kehren und die Aussicht vom Bellvue. (Bild Charly Keiser/Neue ZZ)

Das Bellevue verdankt seinen Namen der spektakulären Aussicht. Bei schönem Wetter ist in der Ferne die Stadt Zürich zu sehen und der Blick war einst frei bis nach Rapperswil. Ideal war der Aussichtspunkt eben auch für Deltasegler: Als Startplatz bei Bis- und Ostwindlagen. War: Denn seit drei Jahren sind die Bäume in der Waldschneise zu hoch.

Limitierte Rodung
«Wir haben den ganzen Hang vor rund 40 Jahren als Realersatz für den Autobahnbau aufgeforstet», erklärt Martin Winkler, der Amtsleiter des Kantonsforstamts Zug. So lange der Wald noch klein genug gewesen sei, hätten sie den Deltaseglern Hand geboten. «Wir wollen sie überhaupt nicht weghaben, aber der Wald ist jetzt zu hoch.» Und eine Rodung schliesst Winkler aus: «Das wäre unverhältnismässig.» Es müsste eine riesige Anzahl Bäume gefällt werden, zudem hätten sie sich ans geltende Waldgesetz zu halten.

Thomas Kehren, Präsident Delta Club Hütten, widerspricht heftig: «Damit die Touristen ein bessere Sicht geniessen können, hat Winkler in diesem Frühling 30 Bäume fällen lassen.» Das sei zu verantworten, sage der Zuger Chefbeamte. «Dabei müsste man doch nur ein paar wenige Bäume für uns fällen», sagt Kehren. Es ginge doch mit minimaler Vernunft: Weniger Bäume, mehr Aussicht. Aber nach zirka 12 Jahren problemlosen Flugbetrieb verhindere nun eine unüberwindbare Bürokratie eine vernünftige Lösung für alle Beteiligten.

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.