Grauslige Grinde im Dorf

Ein farbenfroher Umzug in Steinhausen bildete den Auftakt zu einer langen Guggernacht. Das passte treffend zu den anstehenden Jubiläen.

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Die Guggemusig Steischränzer aus Steinhausen geben Vollgas. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Guggemusig Steischränzer aus Steinhausen geben Vollgas. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

In einer fast frühlingshaften Atmosphäre feierte die Steigrind Fasnacht mit einem Umzug ihren 30. Geburtstag. An diesem machten trotz Schulferien über 900 Teilnehmer mit. Neben den dorfeigenen Produktionen waren zahlreiche Gruppen aus der näheren und weiteren Nachbarschaft vertreten, darunter viele Guggenmusigen.

Ihr Sound und die bunten, zum Teil aufwendig gestalteten Kostüme brachten viel Farbe ins Umzugsgeschehen. Vornehm gekleidet waren auch Steivater Pedro I. und sein Gefolge getreu dem Motto, das sich am Ausspruch «Das chund eus spanisch vor» orientierte.

Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ
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Davon liess sich auch der gemeindliche Nachwuchs inspirieren. Die Kinder der Spielgruppe traten als «kleine wilde Stiere» auf und die Kindergärtner der Goldermatten als Jungfasnächtler mit einem «Gruss aus Spanien». Don Pedro, alias Peter Bisig, der zu Fuss hinter seinem tollen Gefährt herging, genoss den Applaus der vielen Zuschauer. Sein Kommentar: «Die Nähe zum Volk ist wunderbar, und es kommt unheimlich viel zurück.»

Viel fasnächtliche Kreativität

Neben den im Programm aufgeführten Teilnehmern waren auch originelle Einzelmasken oder Kleinformationen auszumachen. So zum Beispiel «D’Schnupfers Gassechuchi» von Poulet und Thömi. Die ehemaligen Guggenmusiker aus Oberwil waren mit einer mobilen Kleinstküche unterwegs, dank der sie sogar warme Speisen – wie eine Gemüsesuppe – abgeben konnten.

Etwas aufwendiger war das Gefährt der einheimischen Gruppe um Andreas Trüssel mit dem etwas verwirrlichen Namen «die letscht Fläsche», der vor drei Jahren spontan aus einer Situation entstand, als der Wein ausging. Seither gestalten sie jeweils ein aktuelles Thema, das nicht zwingend mit Alkohol zu tun hat. Dieses Jahr waren es die Probleme rund um die Banken, die sie auf die Schippe nahmen.

Hansruedi Hürlimann

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