GRENCHEN/ZUG: Dreifachmord: Die Täter haben gestanden

Die beiden inhaftierten Haupt­verdäch­tigen des Grenchner Schenkkreis-Mordes haben die Tat gestanden. Sie haben zugegeben, das Ehepaar Dubey und ihre Tochter umgebracht zu haben.

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Zelle im Gefängnis Grosshof in Kriens. (Symbolbild Xenia Häberli/ Neue LZ)

Zelle im Gefängnis Grosshof in Kriens. (Symbolbild Xenia Häberli/ Neue LZ)

Wie die Kantonspolizei Solothurn in einer Medienmitteilung von Donnerstagmorgen schreibt, haben die beiden inhaftierten Männer gestanden, die Tat in Grenchen begangen zu haben.

Einer der Täter ist der 32-jährige Zuger Hammerwerfer Patric S., der zweite geständige Täter ist der 24-jährige Guido S., wie «Blick online» unter Berufung auf die Polizei schreibt. Die Rolle der inhaftierten Ruth S. (48), deren Haft laut Mitteilung mittlerweile verlängert wurde, ist nach wie vor Gegenstand der Untersuchungen.

Tatwaffe gehört Verdächtigen
Inzwischen haben die kriminaltechnischen Untersuchungen bestätigt, dass sich unter den diversen sichergestellten Waffen auch die Tatwaffe befunden hat. Diese ist Eigentum eines der Inhaftierten, heisst es in der Mitteilung weiter. Zur Klärung der genauen Tatbeiträge und der Hintergründe, welche zur Tat führten, sind weitere Befragungen notwendig.

Die dreiköpfige Familie ist Anfang Juni in ihrem Wohnhaus in Grenchen tot aufgefunden worden. Zwei Opfer wurden erstickt, das dritte erschossen. Zwei Wochen später wurden fünf Personen verhaftet. Eine 62-jährige Schweizerin sowie ein 36-jähriger Deutscher wurden wieder frei gelassen, weil sie gemäss Polizei nicht an der Tat beteiligt waren.

Weiteres Drama wegen Hund
Der nun geständige Patric S. ist in den vergangenen Wochen auch aus andern Gründen negativ in die Schlagzeilen geraten. Sein Rottweiler, der von der Mutter des Inhaftierten betreut wurde, griff in Schaffhausen einen vierjährigen Knaben an und verletzte ihn schwer am Kopf. Das Tier, das offenbar schon mehrmals Menschen angefallen hat und von Experten als gefährlich eingestuft wurde, wurde daraufhin eingeschläfert.

get/ap