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GRENZWACHE: Schmugglern auf der Spur

Die Eidgenössische Zollverwaltung zeigt die Sonderschau «Schmuggler, Fälscher und Kriminaltouristen». Diese bietet viel Anschauungsmaterial.
Julia Truttmann
Maria Betschart und Priska Häusler aus Unterägeri betrachten vom Zoll beschlagnahmte Objekte.Bild: Stefan Kaiser (Zug, 28. Oktober 2016)

Maria Betschart und Priska Häusler aus Unterägeri betrachten vom Zoll beschlagnahmte Objekte.Bild: Stefan Kaiser (Zug, 28. Oktober 2016)

Einmal hinter die Kulissen des Schweizer Zolls schauen und zu erfahren, was dessen Aufgaben sind – dies ist momentan an der Zuger Messe möglich. Die Eidgenössische Zollverwaltung zeigt eine Sonderschau zum Thema «Schmuggler, Fälscher und Kriminaltouristen». Gemeinsam ermöglichen das Grenzwachtkorps, der zivile Zoll und der Verein Stop Piracy eine spannende Ausstellung, voller neuer und verblüffender Informationen. «Wir wollen hier unsere Aufgaben zeigen und unsere Berufe vorstellen», erklärte Zollexperte Marco Niederer. Zu tun hat der Schweizer Zoll einiges. Täglich passieren rund 70000 Warensendungen die Schweizer Grenze, welche vom zivilen Zoll kontrolliert werden müssen.

Ein grosses Thema der Ausstellung sind die Fälschungen. Der Verein Stop Piracy, der sich aus privaten Verbänden und Vereinen zusammensetzt, setzt sich gegen diese Fälschungen und Piraterie ein. An der Zuger Messe zeigen sie eine Auswahl von oft gefälschten Produkten. Grosse Themenfelder sind Markenuhren, Mode, Medikamente und Waffen. «Heutzutage werden Drogen und Medikamente oft über das Internet bestellt. Dies ist nicht nur verboten, sondern für die Nutzer auch sehr gefährlich, da die Medikamente nicht überprüft sind und dadurch viel zu niedrige oder hohe Dosen enthalten können», meinte Marco Niederer. Die Ausstellung will Aufklärungsarbeit leisten und die Leute vor solchen Bestellungen warnen. Zudem zeigt der Zoll einige beliebte Schmuggelverstecke. Diese reichen von Schuhen mit zweiten Sohlen, über Flaschen mit Geheimfächern, bis hin zu aufdrehbaren Uhren. «Wahnsinn, was sich einige Leute einfallen lassen, um illegale Waren über die Grenze zu bringen», staunte Besucher Yannik Loser, 45 Jahre, aus Baar.

Betäubungsmittelhunde im Einsatz

Speziell zeigt die Eidgenössische Zollverwaltung jeweils an den Wochenenden eine Show, bei der die Besucher einen Betäubungsmittelhund im Einsatz sehen können und lernen, was diese Hunde alles beherrschen müssen und wofür sie genutzt werden. Die Besucher, die sich die ganze Ausstellung aufmerksam angesehen haben, können am Schluss beim Zollquiz gegeneinander antreten und ihr Wissen unter Beweis stellen. Marco Niederer dazu: «Wir nutzen das Quiz auch, um ins Gespräch zu kommen und den Leuten unseren Beruf etwas näherzubringen. Auf den ersten Blick wirkt dies vielleicht wie sehr trockene Materie, aber es gibt viele spannende Aufgaben, die wir erfüllen.» So liest man sich an der Ausstellung «Schmuggler, Fälscher und Kriminaltouristen» durch die spannenden Informationen, sieht sich die zahlreichen ausgestellten Beispiele an, sieht den Betäubungsmittelhund in Aktion und stellt zum Schluss sein neu erworbenes Wissen unter Beweis. «Ich finde, dies ist eine sehr spannende und gut gemachte Ausstellung», so Besucherin Yvonne Meier, 33 Jahre, aus Zug, und auch Marco Niederer meinte glücklich: «Die Leute sind sehr interessiert und wir äusserst zufrieden.»

Julia Truttmann

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