GROSSANLÄSSE: In welchen Betten sollen die Sportler schlafen?

Im Juni 2015 findet in Zug die Streethockey-WM statt, gleichzeitig mit der Tour de Suisse. Das freut die Hoteliers – und ärgert sie trotzdem.

Silvan Meier
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Viele Hotels sind ausgebucht: Juljana Wittersheim richtet das Bett her im Swissever Hotel in Cham. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Viele Hotels sind ausgebucht: Juljana Wittersheim richtet das Bett her im Swissever Hotel in Cham. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Das wird ein Superwochenende für den Kanton Zug.» Maurus Schönenberger ist die Freude anzuhören, wenn er das sagt. Dabei könnte der OK-Präsident der Streethockey-Weltmeisterschaft 2015 in Zug sich auch ärgern. Denn sein Grossanlass erhält vielleicht Konkurrenz. Am Wochenende vom 20./21. Juni, dann, wenn die ersten Spiele der Streethockey-WM stattfinden, soll im Kanton Zug die Tour de Suisse (TdS) zu Ende gehen.

«Stresstest fürs Eidgenössische»

Der Start der Streethockey-WM und der Schluss der Tour de Suisse am selben Wochenende in Zug – das löst auch bei Urs Raschle, Geschäftsführer von Zug Tourismus Begeisterung aus. «Es wäre ein Spektakel, wie wir es noch nie erlebt haben», sagt er. Auch werbetechnisch seien die beiden Anlässe für Zug ein Glücksfall. Allerdings sieht er auch Nachteile: «Touristisch gesehen ist diese Ballung eher schlecht.» Raschle denkt dabei insbesondere an die Hoteliers. Die WM allein füllt alle Hotelbetten im Kanton. Der Tour de Suisse-Tross müsste wohl auf Hotels in den Nachbarkantonen ausweichen. Dem doppelten Ansturm gewinnt Raschle aber auch Positives ab: «Das wäre der Stresstest für das Eidgenössische Schwingfest 2019.»