Grosse Menge Feuerwerk in Cham falsch gelagert

Eine Handelsfirma wollte diverse Pyrotechnikartikel verkaufen und hat dabei gleich gegen mehrere Gesetze und Richtlinien betreffend Verkauf, Lagerung und Transport verstossen.

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(haz) Ende Oktober 2019 erhielt die Zuger Polizei eine Meldung von fedpol, wonach eine Firma in Cham verdächtigt wird, Pyroartikel ohne entsprechende Verkaufs- und Lagerbewilligung zu verkaufen. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Zuger Polizei hervor.

Falsch gelagertes Feuerwerk in Cham.

Falsch gelagertes Feuerwerk in Cham.

Bilder: Zuger Polizei

Gestützt auf diese Meldung führte die Zuger Polizei in Zusammenarbeit mit fedpol sowie der Gebäudeversicherung Zug eine Kontrolle in den Lagerräumen der Handelsfirma durch. Dabei stellte sich heraus, dass rund zwei Tonnen Feuerwerkskörper der Kategorie F1, F2 und F3 nicht korrekt gelagert waren. Pyrotechnische Gegenstände in dieser Grössenmenge müssen gemäss VKF-Brandschutzrichtlinien in alleinstehenden Magazinen mit genügend Sicherheitsabstand zu Wohngebieten gelagert werden, was hier nicht der Fall war, heisst es in der Mitteilung. Weiter verfügte weder der 62-jährige Geschäftsführer noch der 33-jährige Mittelsmann über eine Bewilligung für den Verkauf von Pyrotechnik. Zudem zeigten weitere Abklärungen, dass sich die Firma nach der Beschaffung der Ware beim Transport nicht an die Gefahrgutvorschriften gehalten hatte.

Rund zwei Tonnen Feuerwerk wurden in Cham sichergestellt.

Rund zwei Tonnen Feuerwerk wurden in Cham sichergestellt.

Die gesamte Pyrotechnik mit einem Verkaufswert von mehreren Zehntausend Franken wurde sichergestellt und durch Spezialisten vorschriftsmässig wegtransportiert und zwischengelagert. Ein Teil der Feuerwerkskörper war für den Verkauf in der Schweiz nicht zugelassen und wurde fachgerecht vernichtet. Die beiden Männer wurden verzeigt und müssen sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten.