Zuger Kantonalbank
2000 Aktionärinnen und Aktionäre sind an die Generalversammlung in der Bossard-Arena gekommen

Zum ersten Mal nach zweijähriger Coronapause trafen sich die Aktionärinnen und Aktionäre der Zuger Kantonalbank zur 146. Generalversammlung.

Katarina Lancaster
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Rund 2000 Leute nahmen an der 146. GV der Zuger Kantonalbank in der Bossard-Arena teil.

Rund 2000 Leute nahmen an der 146. GV der Zuger Kantonalbank in der Bossard-Arena teil.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. Mai 2022)

Die Bossard Arena in Zug war beinahe ausgefüllt. Im «Wohnzimmer» des EVZ trafen sich am vergangenen Samstag rund 2000 Aktionärinnen und Aktionäre zum traditionellen, geselligen Austausch. Das Bedürfnis, wieder persönlich mit dem Bankrat und der Geschäftsleitung der Bank, Vertretern aus der Politik und Stadt zusammenzukommen, war unübersehbar.

Nicht nur die Erfolge des Geschäftsjahres 2021 wurden dabei vorgestellt, auch zu den Massnahmen der Bank hinsichtlich des Ukraine-Krieges nahm der Bankratspräsident der Zuger Kantonalbank, Urs Rüegsegger, Stellung. Insgesamt wurde während der Generalversammlung allen Anträgen des Bankrats zugestimmt. Für Unterhaltung sorgten The Swinging Bankers sowie der Chor Zug, was die Versammlung insgesamt positiv stimmte.

Neue Strategie und Herausforderungen

Gleich während seiner Präsidialansprache ging Urs Rüegsegger auf die aktuellen Herausforderungen ein und klärte dabei sämtliche Fragen hinsichtlich des Krieges in der Ukraine vorab. So bekräftigte er, dass die Bank die vom Bundesrat gesetzten Initiativen unterstützt und entsprechend umsetzt. Was die Sorgfaltspflicht der Zuger Kantonalbank betrifft, so sei diese von der Finma auf Geldwäscherei geprüft und geklärt worden.

Weiterhin nannte er die Entwicklung der Immobilienpreise, den Margenschwund sowie die fortschreitende Digitalisierung als zusätzliche Herausforderungen. Diesen will die Zuger Kantonalbank mit ihrer überarbeiteten Strategie, und einer 2022 neu angepassten Organisationsstruktur begegnen.

«Wir geben uns einen Zeithorizont bis 2025, um die Zuger Kantonalbank innovativer und effizienter zu machen»,

versicherte Rüegsegger. Dabei nannte er drei strategische Stossrichtungen, mit welchen die Bank dieses Ziel erreichen will: der kontinuierliche Ausbau des Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäfts, eine Beschleunigung der Akquisitionen von Neukundinnen und Neukunden sowie Investitionen sowohl in digitale Lösungen als auch in die Mitarbeiter innen und Mitarbeiter. Und schliesslich das Geschäftsstellennetz der Bank. «Das persönliche Beratungsgespräch wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des Bankgeschäfts bleiben», erklärte Rüegsegger weiter in seiner Ansprache.

Erfolgreiches 2021 und positive Aussichten

Der von Hanspeter Rhyner, CEO Zuger Kantonalbank, vorgestellte Lagebericht war erfreulich. Im Geschäftsjahr 2021 entwickelten sich alle wesentlichen Kennzahlen positiv. Die Zuger Kantonalbank erzielte mit 110,6 Millionen Franken einen um 5,8 Prozent höheren Geschäftserfolg als im Vorjahr. Somit bleibt der Jahresgewinn mit 75,3 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau. Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelt sich positiv, die Bank konnte in diesem Bereich ihren Wachstumskurs deutlich beschleunigen. Das gute Jahresresultat 2021 erlaubte es dem Bankrat, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 220 Franken pro Aktie zu beantragen. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten diesem Traktandum zu und genehmigten insgesamt alle acht Anträge des Bankrats.

Hanspeter Rhyner sieht die Zukunft positiv: «Unser Unternehmen erfüllt alle Voraussetzungen, um auch künftig erfolgreich zu sein. Wir verfügen über eine hervorragende Marktpositionierung, grossartige Mitarbeitende, eine attraktive Angebotspalette und eine gut gefüllte Innovationspipeline,» schloss er zuversichtlich ab.

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