GROSSFAHNDUNG: Häftling nimmt in Handschellen Reissaus

Am Freitag kurz nach 13 Uhr gelang einem Schweizer die Flucht aus dem Strafvollzug. Die Zuger Polizei hat auf der Suche nach dem Flüchtigen am frühen Abend einen Cisalpino-Zug angehalten.

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Polizeiwagen bei der Strafanstalt Zug an der Aabacherstrasse. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Polizeiwagen bei der Strafanstalt Zug an der Aabacherstrasse. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Mann befand sich in Polizei-Begleitung zu Fuss auf dem Weg vom Gerichtsgebäude zurück in die Haftanstalt Zug. In der Tiefgarage des Verwaltungsgebäude drehte sich der 28-jährige Mann plötzlich ab und ergriff die Flucht. Die Hände des Flüchtigen waren mit Handschellen vorne zusammengebunden.

Einen Zug bestiegen?
Mit Unterstützung von Polizeihunden leitete die Zuger Polizei sofort eine Grossfahndung ein. Die Suche blieb bis zur Stunde jedoch erfolglos. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Flüchtige am Bahnhof Zug einen Zug bestiegen hat. Die Zuger Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe, wie es in einem Communiqué heisst.

Der Mann flüchtete um 13:09 Uhr in Richtung Stadtzentrum/Bahnhof Zug. Sollten jemand den Gesuchten entdecken, soll umgehend die Polizei über die Notrufnummer 117 alarmiert und nicht selber eingegriffen werden.

Bekannter Querulant
Das Verhalten gilt als unberechenbar. Der Mann befand sich unter anderem wegen massiven Drohungen gegen Behördenmitglieder im Strafvollzug. So hatte der Mann etwa Bundesrat Pascal Couchepin, eine Zuger Untersuchungsrichterin und einen Polizeioffizier mit dem Tod bedroht. Später hat er zudem den Zuger Staatsanwalt Roland Schwyter tätlich angegriffen und verbal an Leib und Leben bedroht.

scd