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Grünes Licht für neue Garderoben auf dem Baarer Lättich-Areal

Der Gemeinderat kann das 1,45 Millionen Franken teure Provisorium im Lättich bauen.
Rahel Hug
Der FC Baar kämpft im Lättich mit Platzproblemen. Jetzt werden Container mit zusätzlichen Garderoben gebaut. (Bild: Maria Schmid, Baar, 12. September 2019)

Der FC Baar kämpft im Lättich mit Platzproblemen. Jetzt werden Container mit zusätzlichen Garderoben gebaut. (Bild: Maria Schmid, Baar, 12. September 2019)

Weniger als eine Stunde dauerte die Gemeindeversammlung (GV) am Dienstagabend in Baar, die von 170 Stimmberechtigten besucht wurde. Ob es wohl an der vergleichsweise kurzen Traktandenliste lag? Lediglich vier Geschäfte, darunter das Protokoll und eine Interpellation, hatten die Anwesenden zu behandeln. Gemeindepräsident Walter Lipp stellte jedenfalls zu Beginn mit einem Schmunzeln fest, dass dank der September-GV im Winter mehr Zeit bleibe, um über das Budget zu beraten.

Zwei Traktanden der GV drehten sich um ein ähnliches Thema, nämlich um die Frage, wie stark die Gemeinde Sport- und andere Vereine unterstützen soll. Zum einen stand der Bau des Garderobenprovisoriums auf der Fussballanlage Lättich zur Debatte. Roman Müller, Präsident der Baukommission, stellte das Projekt vor. Weil der FC Baar stark gewachsen ist, braucht er mehr Garderoben. Die Kommission hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, ein Provisorium zu bauen, um den dringend benötigten Bedarf schnell abzudecken. Mit dem «Masterplan Sportanlagen» soll ein ganzheitliches Projekt für die Zukunft erarbeitet werden. «Wir sind überzeugt, dass wir so langfristig eine preisgünstige und sinnvolle Lösung finden werden», so Müller.

Die Entscheide

An der Gemeindeversammlung wurde folgendes entschieden: Das Protokoll der letzten Versammlung wurde genehmigt; der Kredit für das Garderobenprovisorium bei der Fussballanlage Lättich wurde gesprochen; die Motion der SVP Baar betreffend «Einheitliche Vergabe von Finanzierungsbeiträgen an Infrastrukturprojekte von Vereinen» wurde teilerheblich erklärt; die Interpellation der CVP Baar betreffend «Unterstützung der Baarer Festkultur durch die Gemeinde, Fäscht Büro» wurde beantwortet.

Das Provisorium kostet 1,45 Millionen Franken. Für die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) ein zu hoher Betrag. «Die Gemeinde kann es sich zwar leisten», sagte Präsident Thomas Gwerder. «Doch wir bitten den Gemeinderat, Einsparungen zu prüfen.» Die RGPK unterstützte auch die Anregung der Baukommission, der FC Baar solle die Nebenkosten für Strom, Wasser und Heizung übernehmen. Dies, weil die Gemeinde sich mit dem Bau der Container bereits sehr grosszügig beteilige.

Keine zusätzlichen Kosten für den Verein

Doch davon wollten die Baarerinnen und Baarer nichts wissen. Sie folgten in allen Punkten dem Gemeinderat. «Wie bei allen gemeindlichen Sportanlagen soll auch hier die Gemeinde die Nebenkosten tragen», hatte CVP-Präsident Heini Schmid zuvor am Rednerpult gesagt. Auch Andreas Lustenberger (ALG) fand, dass dem Verein nicht zusätzlich noch Strom- und Wasserkosten auferlegt werden sollen.

Zum anderen wurde die Motion der SVP betreffend «Einheitliche Vergabe von Finanzierungsbeiträgen an Infrastrukturprojekte von Vereinen» behandelt. Die Partei forderte klare Regeln zur Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Vereine. In seiner Antwort legte der Gemeinderat dar, dass er ein Grundsatzpapier anstrebe. In diesem sollen Leitplanken festgelegt werden. Weiterhin sei aber ein «vernünftiges Augenmass» nötig.

Michael Riboni von der SVP zeigte sich erfreut über die Ankündigung. «Damit wird unserem Hauptanliegen Rechnung getragen.» Nicht ganz einig ist die SVP mit dem Gemeinderat beim zweiten Teil der Motion. Die Forderung lautete, dass Investitionen ab 600 000 Franken, die nur einem Verein dienen, obligatorisch an die Urne kommen. «Das würde die demokratische Kontrolle stärken», zeigte sich Riboni überzeugt. Doch der Gemeinderat will das vorerst nicht – dennoch muss die Gemeindeordnung wegen einer Gesetzesänderung in diesem Punkt angepasst werden. «Dazu wird es ein sauberes Vernehmlassungsverfahren geben», versprach Walter Lipp. Die Motion wurde wie vom Gemeinderat vorgeschlagen im ersten Punkt teilerheblich, im zweiten Punkt nicht erheblich erklärt.

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