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Grünes Licht für den Wiederaufbau des «Spaniers» in Zug

Die Bau- und Planungskommission empfiehlt dem Parlament, drei Kredite zu genehmigen. Dies dürfte vor allem die Mitglieder des Vereins Centro Español de Zug freuen.
Charly Keiser
Dereinst soll in der Chollermühle wieder ein Centro Español stehen. (Bild: Stefan Kaiser, Zuger Zeitung)

Dereinst soll in der Chollermühle wieder ein Centro Español stehen. (Bild: Stefan Kaiser, Zuger Zeitung)

Gleich zu drei städtischen Bauvorlagen liegt der Bericht und Antrag der Bau- und Planungskommission (BPK) vor. So beugten sich die Kommissionsmitglieder kürzlich über die Geschäfte zum Objektkredit von 370000 Franken für den Wiederaufbau des Centro Español; den Baukredit von 2,01 Millionen Franken zur Sanierung der Liegenschaft Chamerstrasse 1 und den Projektierungskredit von 300000 Franken für die Sanierung des Schulhauses Oberwil.

Die BPK empfiehlt dem Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR), alle drei Kredite zu genehmigen. Und dies jeweils mit 11 zu 0 Stimmen. Bei der Beratung sind dennoch einige Fragen aufgekommen.

Menschen statt Architektur

«Aus Sicht der BPK hätte die Vorlage durchaus etwas detaillierter ausfallen dürfen, zumal die Stadt selber verschiedene Fragen aufwirft», heisst es beispielsweise zur Beratung um das Centro Español. Das Vereinslokal des Centro Español de Zug an der Chamerstrasse 169 ist bekanntlich im August 2017 ein Raub der Flammen geworden. Es soll nun durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Kommission habe sich bezüglich Auslegung und Gestaltung des Vereinslokals unterschiedliche Gedanken gemacht. «Ein Mitglied würdigt die neue Holzbaute trotz ‹stiefmütterlicher› Wirkung als ökonomischer, als eine Lösung mit Überseecontainern.» Ein anderes Mitglied begreife die Vorlage in ihrer Einfachheit und wehre sich nicht gegen die fehlende Architektur, heisst es weiter. «Letztlich sind sich alle einig: Hier sollen primär die Menschen und das Angebot im Mittelpunkt stehen und nicht die Architektur.»

Die von der Denkmalpflege als besonders schutzwürdig eingestufte Villa Hotz an der Chamerstrasse 1 befindet sich in der heiklen Seeuferzone bei der Katastrophenbucht. Das Objekt hat sich im Laufe der Jahrzehnte gesenkt und verkippt. Ein Anheben und eine Kompensation der Verkippung sind nicht ohne weiteres beziehungsweise kaum zu bewerkstelligen. Denn der Baugrund kann keine zusätzlichen Lasten aufnehmen. «Die zu ergreifenden Massnahmen müssen daher verhältnismässig und auf das Objekt zugeschnitten sein», schreibt die BPK. «Daher soll der Baukredit bloss das Nötigste zur nutzungsgerechten Werterhaltung umfassen. Dies führt dazu, dass das Haus für die aktuelle Nutzung bis auf das Untergeschoss sanft saniert werden soll.» Zu allfälligen Bundesbeiträgen an die Sanierung merkt die BPK an, dass die Unterschutzstellung hierzu Voraussetzung bilde. Die Unterschutzstellung werde beantragt. «Der Baukredit wird durch allfällige Bundesbeiträge jedoch nicht entlastet, beziehungsweise können sie vom Kredit nicht abgezogen werden. Dies als Folge des Bruttoprinzips.»

Viele Fragen an die Anwesenden des städtischen Bauamts richteten BPK-Mitglieder bei der Beratung des Projektierungskredits für die Sanierung des Schulhauses Oberwil. So waren eine mögliche Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Erdbebensicherheit, Parkplätze für Lehrer, die Sanierung der Gebäudehülle, eine allfällige WLAN-Ausrüstung, die Hinterfragung der bestehenden Hauswartwohnung sowie eine mögliche Unterschutzstellung das Thema.

«Heute befindet sich das Objekt im Inventar der schützenswerten Bauten, ist jedoch noch nicht unter Schutz gestellt», heisst es im BPK-Bericht: «Sollte das Gebäude unter Schutz gestellt werden, flössen Beiträge von Stadt und Kanton an die Kosten der schutzwürdigen Elemente. Daher soll im Zuge der Baukreditvorlage geklärt werden, ob ein Antrag auf Unterschutzstellung eingereicht werden soll oder nicht.»

Die drei Geschäfte werden an der nächsten Sitzung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug, am 28. August, vom Parlament beraten und ihnen dürfte aufgrund der deutlichen Zustimmung der BPK wohl auch zugestimmt werden.

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