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Grünliberale gewinnen Sitz im Zuger Stadtparlament

Die GLP tritt die kommende Legislatur in der Stadt mit einem zusätzlichen Sitz an. Dieser geht auf Kosten der CVP. Das kommt für die Partei zwar überraschend, lässt sich aber begründen. Die Sitze der anderen Fraktionen bleiben unverändert.
Andreas Faessler

Die Zusammensetzung des Stadtparlaments bleibt für die nächsten vier Jahre (fast) gleich – es gibt lediglich eine einzige Verschiebung: Die Grünliberalen gewinnen einen Sitz dazu auf Kosten der CVP. Somit ist die GLP neu mit drei Sitzen im Grossen Gemeinderat vertreten. Die beiden stärksten Parteien im Parlament bleiben nach wie vor die FDP mit zehn Sitzen und die SVP mit deren acht. Die Stimmbeteiligung betrug insgesamt 44,88 Prozent.

Sehr zufrieden mit dem Resultat ist Patrick Mollet, Präsident der FDP Stadt Zug – «da wir alle unsere Sitze behalten und diesmal den Wähleranteil sogar noch mehr haben steigern können als vor vier Jahren». Innerhalb der Fraktion sind mit Maria Hügin Birrer und Etienne Schumpf zwei Neuzugänge zu verzeichnen, wobei Schumpf vielmehr ein Wiederkehrer ist: Wegen eines berufsbedingten Auslandaufenthaltes hatte er den GGR verlassen und ist nun wieder zurück. Patrick Mollet ist überzeugt, dass mit der Zusammensetzung des neuen GGR auch für die nächsten vier Jahre eine stabile Ausgangslage herrscht.

SP nun drittstärkste Partei im GGR

Erfreut über den Wahlausgang ist auch SP-Fraktionschef Urs Bertschi. Nicht nur darüber, dass die Partei alle ihre Sitze ebenfalls halten konnte, sondern auch, dass sie gemessen am Wähleranteil nun die CVP überholt und die drittstärkste Partei im GGR ist. Dies freue ihn insbesondere auch mit Blick auf den Regierungsrat, wo die CVP mit dem zusätzlichen Sitz nun zu Lasten der politischen Ausgewogenheit deutlich übervertreten sei.

Besonders gross ist die Freude über den gewonnenen Sitz natürlich bei der GLP selbst, wie GGR-Mitglied David Meyer zum Ausdruck bringt. Überrascht ist er jedoch nicht: «Wir waren vor vier Jahren schon nahe dran, einen Sitz zu gewinnen. Nun haben wir während der letzten Legislatur darauf hingearbeitet und sind damit offenbar gut angekommen bei den Wählerinnen und Wählern», so Meyer. Zudem habe man mit der Stadtratskandidatin Nicole Zweifel eine vielversprechende Person im Rennen gehabt – von den drei gewählten GGR-Mitgliedern hat sie die meisten Stimmen erhalten.

Die Verstärkung der Grünliberalen im GGR begrüsst auch die ALG, wie Gemeinderätin Tabea Zimmermann Gibson sagt. Erfreulich sei auch, dass ihre Partei einen Stimmenzuwachs verzeichnen kann. «Und mit Michèle Willimann und Patrick Steinle haben wir zwei Neuzugänge mit viel Potenzial und wertvollen Vernetzungen gewonnen», so Tabea Zimmermann Gibson. Ein Wermutstropfen bleibt für sie der Blick zum Stadtrat, wo die Linken einen Sitz verloren haben.

Stichwort verlorener Sitz: Dass die CVP im Grossen Gemeinderat nun einen Sitz weniger hat, komme zwar überraschend, sagt Benny Elsener, Präsident CVP Stadt Zug. Der Sitzverlust sei jedoch erklärbar: Etablierte GGR-Mitglieder traten nicht mehr an oder hätten den GGR verlassen, sagt Elsener und meint damit etwa Isabelle Reinhart, Othmar Keiser oder Hugo Halter. Diese stimmenstarken Vertreter hätten nun ersetzt werden müssen mit neuen, bisher wenig bekannten Gesichtern. «Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Neuen bewähren und wir unseren Sitz im GGR in vier Jahren wieder zurückholen», so Elsener.

GGR sorgt für politische Stabilität

Den Sitzverlust der CVP bedauert man auch bei der SVP, wie GPK-Präsident Philip C. Brunner sagt, hebt an dieser Stelle aber hervor, dass die Zusammenarbeit mit der GLP, die nun um einen Sitz gewachsen ist, stets gut funktioniert habe. Was die SVP betrifft, so freut sich Brunner über den Sitzerhalt und den «starken Neuzugang» in der Person von Roman Küng. Brunner sieht der kommenden Legislatur positiv entgegen: Der GGR habe sich in dieser Konstellation bewährt. Er sei nach wie vor eine wichtige Institution in der Stadt Zug, der für politische Stabilität sorge. «Ich bin grosser Fan des GGR», kommt Philip C. Brunner zum Schluss.

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