GUBEL: Vorbereitungen für Asylunterkunft laufen

Der Bund wird die Militärunterkunft Gubel in der Gemeinde Menzingen ab Frühling 2015 während drei Jahren als Asylunterkunft nutzen. Davor und danach wird die Truppenunterkunft wie bisher durch das Militär genutzt.

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Die Militäranlage auf dem Gubel bei Menzingen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Die Militäranlage auf dem Gubel bei Menzingen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Das eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat die Gemeinde Menzingen und den Kanton Zug im Rahmen eines gesetzlich vorgesehenen Konsultationsverfahrens zur Stellungnahme eingeladen.

Wie der Medienmitteilung der Zuger Direktion des Innern vom Mittwoch zu entnehmen, haben die Gemeinde und der Kanton diese Woche die Möglichkeit genutzt, ihre Anliegen einzubringen. Die lokalen Bedürfnisse müssten berücksichtigt werden, unterstreicht dabei Gemeindepräsident Roman Straub. Zentral seien Fragen der Sicherheit, des Betriebs- und Betreuungskonzepts und der Tagesstruktur bzw. einer sinnvollen Beschäftigung.
 
Sowohl der Gemeinderat Menzingen als auch der Regierungsrat legen Wert auf eine optimal koordinierte Planung im Hinblick auf den Betrieb der Bundesasylunterkunft sowie auf eine transparente Information aller Involvierten.
 
Betrieb der Bundesasylunterkunft
Betrieben wird die Unterkunft vom Bundesamt für Migration (BFM) und nicht von Kanton oder Gemeinde. Der Bund trage auch die Sicherheits- und die Betriebskosten. Die Plätze in der Bundesasylunterkunft würden dem kantonalen Kontingent für Asylsuchende angerechnet.
 
Entscheidend für ein friedliches Miteinander sei neben dem Sicherheitskonzept ein gutes Betreuungs- und Beschäftigungsprogramm für die Asylsuchenden, so Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard. Das BFM werde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Beschäftigungsprogramme zum Nutzen der gesamten Bevölkerung schaffen, heisst es weiter.

Der Gemeinderat wird am 25. Juni 2014 eine Informationsveranstaltung für die Menzinger Bevölkerung durchführen. Bis dann würden einige Punkte für den Betrieb der Asylunterkunft Gubel besprochen und festgelegt sein, was die Voraussetzung ist zur Beantwortung konkreter Fragen.

pd/kst

Befristetes, so genanntes Wartezentrum

Der Bund wird die Militärunterkunft Gubel in der Gemeinde Menzingen ab Frühling 2015 während maximal drei Jahren als Asylunterkunft nutzen. Davor und danach wird die Truppenunterkunft wie bisher durch das Militär genutzt. Die Unterkunft Gubel wird mit maximal 120 Personen belegt und durchschnittlich bleibt jede Person zwischen 5 bis 8 Wochen. Weil die Asylunterkunft oberirdisch ist, eignet sie sich für die Platzierung von Familien und Frauen.

Für den Betrieb der Unterkunft ist der Bund (BFM) zuständig und trägt die Kosten, etwa für die Sicherheit, Beschäftigungsprogramme und Betreuung. Der Bund sichert dem Kanton zusätzlich eine jährliche Sicherheitspauschale zu.