GÜSEL: Neues Abfall-Regime in der Stadt Zug

Als letzte der elf Zuger Gemeinden organisiert nun auch die Stadt Zug die Abfallentsorgung neu. Der Zuger Abfall wird ab 2016 in die neue Kehricht-Verbrennungsanlage Renergia Zentralschweiz AG in Perlen transportiert.

Pd/Nop
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In der Stadt Zug sollen bald private Entsorgungsunternehmen den Güsel einsammeln. (Themenbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

In der Stadt Zug sollen bald private Entsorgungsunternehmen den Güsel einsammeln. (Themenbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

In der Stadt Zug wird sich punkto Abfallentsorgung bis 2016 einiges grundlegend verändern: Als letzte der elf Zuger Gemeinden hat sich nun auch die Stadt Zug entschlossen, die Abfallentsorgung an private Entsorgungsunternehmen auszulagern.

Bis 2016 wird der Zuger Güsel beim Ökihof auf die Bahn verladen und nach Winterthur befördert. Ab 2016 wird der Zweckverband der Zuger Einwohnergemeinden für die Bewirtschaftung von Abfällen den Zuger Kehricht in die neue Kehrichtverbrennungsanlage Renergia Zentralschweiz AG in Perlen transportieren. Würde die Stadt an einer eigenen Abfallentsorgung festhalten, so müssten die heute im Einsatz stehenden Sammelfahrzeuge für rund 1.8 Millionen Franken ersetzt werden, da diese bis in gut zwei Jahren am Ende ihrer Nutzungsdauer sind. Allenfalls müssten für den Transport nach Perlen zusätzliche Fahrzeuge angeschafft werden.

Privatisierung der Müllabfuhr

Eine vom Baudepartement in Auftrag gegebene Analyse hat aufgezeigt, dass der Abfallsammeldienst aufgrund der Einwohnerzahl eine ungünstige Betriebs- und Kostenstruktur aufweist. Vor dem Hintergrund der in Zukunft geltenden Rahmenbedingungen schlägt der Bericht vor, den Abfallsammeldienst für Hauskehricht, Grüngut und Papier vollständig an ein privates Entsorgungsunternehmen auszulagern. Von der Auslagerung sind sechs Stellen betroffen, welche über natürliche Abgänge sowie über Umschulungen aufgefangen werden. Mit der Auslagerung können die Betriebs- und Kostenstrukturen optimiert werden. Zudem kann mehr Platz für den Werkhof geschaffen und gleichzeitig die hohe Qualität der Entsorgungsdienstleistungen für die Bevölkerung gewahrt werden.

Zum Hintergund: Der Grosse Gemeinderat hat im Frühling 2012 beschlossen, die Hauskehrichtentsorgung schrittweise und möglichst flächendeckend auf Unterflurcontainer umzustellen. Wegen der Zunahme von Unterflurcontainern verringert sich die herkömmlich entsorgte Menge an Hausmüll in den kommenden zehn bis zwölf Jahren – und zwar jährlich um etwa 200 bis 300 Tonnen.