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Leserbrief

Gut, ist ein jüngerer Offizier Chef der Armee

«Der Gram der überrumpelten Offiziere», Ausgabe vom 17. September

Die Entourage der nicht zum Chef der Armee (CdA) gewählten – auch in meiner Wahrnehmung – Spitzenkandidaten Divisionär Claude Meier und Divisionär Hans-Peter Walser empört sich allem Anschein nach bitterböse, so wie es die Recherche von Henry Habegger darstellt. Dabei wird die angeblich betörende Wirkung auf das weibliche Geschlecht des designierten neuen Armeechefs, Divisionär Thomas Süssli bemüht.

Outen wollen sich die scheinbar ranghohen Offiziere, die solche Aussagen machen, dann aber doch nicht, was eine feige Kombination von Charakterschwäche und Missgunst ist. Ich persönlich kenne Thomas Süssli nicht, weder militärisch noch beruflich. Jedoch bin ich der Ansicht, dass sich die Findungskommission sehr wohl weitgehende und tiefgründige Gedanken über die Eignung des neuen Armeechefs gemacht hat.

Der neue Armeechef muss nicht nur die WEA (Weiterentwicklung der Armee) erfolgreich abschliessen, nein – es kommen auf ihn die beiden wichtigen Geschäfte AIR 2030 (Ersatzbeschaffung der in die Jahre gekommenen Kampfflieger sowie der Mittel der Fliegerabwehr) sowie die Modernisierung der Bodentruppen zu.

Deshalb finde ich es gut, dass Divisionär Süssli im «jugendlichen» Alter von 52 Jahren zum CdA ernannt wurde, weil ihm das auch Zeit gibt, diese gleichermassen dringenden als auch wichtigen Geschäfte sauber aufzugleisen und erfolgreich umzusetzen. Den personellen Entscheid der Vorsteherin VBS, Bundesrätin Viola Amherd finde ich mutig und unterstützungswürdig. Schliesslich ist die Schweizer Armee immer noch eine Milizarmee und in der logischen Konsequenz müssen auch höchste Ämter für echte Milizoffiziere offenstehen, so wie das Divisionär Süssli bis vor vier Jahren noch war, bevor er zum Berufsoffizier berufen wurde.

Milizoffiziere bringen in der Regel einen gesunden Mix an Pragmatismus und Gelassenheit mit in den Truppendienst, verbunden mit einem erstklassigen schulischen wie auch beruflichen Rucksack, den sie zum Wohl unserer Armee gewinnbringend einsetzen.

Ich wünsche unserem neuen Armeechef alles Gute, viel Erfolg und Soldatenglück und möge er die echten Milizoffiziere stärker einbinden, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Daniel Gruber, Zug

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