HAGEL: Hagelnetze haben die Kanonen abgelöst

Gewitter bringen Hagel, der grosse Schäden verursacht. Die Zuger Bauern wissen aber, wie man sich schützen kann.

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Sepp Burri, mit Hagelnetzen auf seinem Hof in Hünenberg.

Sepp Burri, mit Hagelnetzen auf seinem Hof in Hünenberg.

Sie hätten eine von rund sieben Hagelkanonen in der Schweiz im Einsatz gehabt, stellt Sepp Burri eine der Möglichkeiten vor, der aber seine Äpfel-, Birnen- und Kirschbäume heute mit Netzen gegen die vom Himmel fallenden Eisklumpen schützt. Genützt hätten die Kanonen schon, betont Burri, dessen Vater vor 20 Jahren mit dem Experimentieren mit Hagelkanonen begonnen hat. Doch das Problem sei gewesen, dass jeweils 20 Minuten bevor der Hagelzug eingetroffen sei, mit dem Schiessen der Kanone habe begonnen werden müssen. «In der Nacht oder wenn wir abwesend waren, gab es dann halt trotzdem Schäden», gibt Burri zu bedenken.

Rund 20 000 Franken kosten die Netze pro Hektar, die die Obstplantagen von den Geschossen aus den dunklen Wolken schützten. «Und es ist der Landwirt», erklärt Stefan Frey vom Landwirtschaftsamt des Kantons Zug, «der abschätzen muss, ob er sich versichern oder das Risiko des Hagels für seine Plantagen selber tragen will.» «Wir haben unsere Kirschen und Äpfel mit Netzen geschützt», sagt denn auch Martin Pfister, Direktor des landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums Schluechthof in Cham. Zudem hätte der Hof eine globale Versicherung bei Schweizer Hagel. «Diese schliesst den gesamten Betrieb mit ein.»

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.