HAGENDORN: Heilpädagogisches Zentrum: Kündigungswelle

Wohin führt der Weg der sozial­pädagogischen Sonderschulen? In Hagendorn ist die Frage geklärt – nicht zur Freude aller Mitarbeiter. Sechs haben gekündigt.

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Von aussen Idylle pur: Das Heilpädagogische Zentrum in Hagendorn. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Von aussen Idylle pur: Das Heilpädagogische Zentrum in Hagendorn. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die heilpädagogischen Sonderschulen stehen vor Veränderungen. In den Schulen sind Strukturen auf dem Prüfstand oder wurden mit langfristiger Ausrichtung schon verändert. So wie im Heilpädagogischen Zentrum Hagendorn. Neuerungen, die bereits 2004 eingeleitet wurden, schmecken nicht allen. Stress, Verwirrungen und Vorwürfe sind die Folge.

Auf Ende des Schuljahres 2007/2008 haben sechs Mitarbeiter des Zentrums von sich aus Kündigungen eingereicht. «Das sind mehr als üblich», bestätigt Ursula Scherrer. Als Geschäftsleiterin des Heilpädagogischen Zentrums ist sie auch für den Schulbetrieb verantwortlich. Inzwischen sind alle Stellen wieder besetzt. Rund 120 Mitarbeiter seien angestellt, davon 40 bis 50 im schulischen Bereich.

Führungsstil in der Kritik
Von den ehemaligen Mitarbeitern aus dem Schulbereich richten sich die Vorwürfe vor allem gegen Ursula Scherrer. Seit sie die Gesamtleitung übernommen habe, sei die Stimmung unter einem grossen Teil der schulischen Fachkräfte schlecht.

Moniert wird von Ehemaligen ihr Führungsstil. Sie drücke Reformen durch und gehe dabei über Leichen. Scherrer ziehe ihr Regime auf und rede den Heilpädagogen in ihre Fachbereiche rein. Ursula Scherrer wehrt sich: «Es gibt wöchentliche Bereichs- und Teamsitzungen. Mich hat niemand persönlich kontaktiert.» Sie fordere viel von den Mitarbeitern, das stimme. «Ich versuche, meine Leute auch zu fördern», so Ursula Scherrer.

Luc Müller

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.