Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Freiamt: Halbstundentakt zwingend gefordert

Die Gemeindeammänner des Bezirks Muri stellen Bedingungen und betonen die Wichtigkeit der Südbahn für die Region. Sie argumentieren dabei auch mit der grossen Belastung durch den Güterverkehr.
Die S26 fährt am kleinen Bahnhof Benzenschwil vorbei. (Bild: Eddy Schambron (21. September 2018))

Die S26 fährt am kleinen Bahnhof Benzenschwil vorbei. (Bild: Eddy Schambron (21. September 2018))

Sie sind sich einig: Die Gemeindeammänner des Bezirks Muri wehren sich nicht gegen übergelagerte, schnelle Zugsverbindungen durchs Freiamt, stellen aber Bedingungen. So dürfen diese Verbindungen den Halbstundentakt zwischen Lenzburg und Rotkreuz mit Halt an allen Stationen im Oberfreiamt nicht gefährden.

Wohlen mit seinen hohen Passagierfrequenzen hat ein besonderes Interesse an übergelagerten, schnellen Zugsverbindungen in die Zentren. Für das ganze untere Bünztal sind solche Verbindungen von Vorteil, wie Hannes Küng, Mitglied in der öV-Kommission des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, an der Tagung der Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Muri ausführte. «Die Bedürfnisse im unteren Bünztal sind zum Teil anders als im oberen Freiamt, das ist zu anerkennen.» Die Begehren aus dem unteren Bünztal seien deshalb zu unterstützen, allerdings nur unter Bedingungen. «Der Halbstundentakt zwischen Lenzburg und Rotkreuz mit Halt an allen Stationen muss gewährleistet bleiben». Jetzt geht ein entsprechendes Schreiben an die Kommission, die die Freiämter Anliegen übergeordnet anzubringen hat.

«Nicht so interessant»

Das obere Freiamt hat im Zusammenhang mit der Bahn ein besonderes Problem: «Mit unseren bescheidenen Passagierfrequenzen sind wir nicht so interessant», macht Küng deutlich. Das berge gewisse Gefahren: «Der Kanton setzt sein Geld lieber dort ein, wo damit mehr bewirkt wird». Deshalb bleibe es wichtig, dass die Bevölkerung den öffentlichen Verkehr möglichst viel nutze. Besonders Richtung Süden werde das auch noch interessanter. «Das Freiamt wird ab Rotkreuz zu ausgezeichneten Verbindungen Richtung Süden, ins Tessin oder nach Mailand kommen. Auch die neue Linie der Südostbahn Basel-Luzern-Locarno auf der alten Gotthardstrecke bringe gute Verbindungen für die Freiämter Richtung Zentralschweiz – sofern der Zug in Rotkreuz hält.

Für die Durchsetzung der Begehren aus der Region habe das Freiamt immerhin ein starkes Argument: «In der Vollauslastung des Neat-Korridors werden 260 Güterzüge täglich durch das Freiamt rollen. Wir können das in die Waagschale werfen und einen Lastenausgleich mit einem guten Angebot im ÖV verlangen», unterstrich Küng. Für kleinere Gemeinden, vor allem im südlichen Teil des Freiamts, bleibt die Erschliessung mit dem Bus wichtig. Auch bei diesem sollte die Auslastung noch steigen. Zusätzlich müssten Alternativen zu den herkömmlichen Angeboten geprüft werden. Als Beispiel nannte er das Ruf-Taxi der Gemeinde Kallern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.