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HALLENRADSPORT: Drei Medaillen und eine Enttäuschung

Die Junioren-Europameisterschaften in Baar gehen für die Schweiz erfolgreich zu Ende. Vor allem dank den Einheimischen.
Leana Hotz und Flavia Schürmann feiern an der Heim-EM in Baar den Gewinn der Silber-Medaille. (Bild: PD)

Leana Hotz und Flavia Schürmann feiern an der Heim-EM in Baar den Gewinn der Silber-Medaille. (Bild: PD)


Junioren-EM: Videos, Fotos und die Ranglisten finden Sie unter www.zugerzeitung.ch/bonus

Silvan Meier, Raphael Biermayr

Die Schweizer Bilanz an den Junioren-EM darf sich sehen lassen. Die Kunstradfahrerinnen holten allesamt Medaillen: Leana Hotz (18) vom ATB Baar gewann die Silbermedaillen als Einzelstarterin und in der 2er-Kategorie mit ihrer Vereinskollegin Flavia Schürmann (15). Darüber hinaus wurde der Vierer aus der Ostschweiz Dritte. Entsprechend zufrieden ist Nationaltrainerin Eliana Thalmann. «Leana und Flavia haben Topleistungen abgeliefert», lobt sie die beiden Baarerinnen. Der zweite Platz von Hotz ist gleichbedeutend mit der besten je erreichten Schweizer Rangierung in der 1er-Kategorie an den EM, die im Nachwuchsbereich den höchsten Wettbewerb darstellen.

Beflügelt von den Fans

Ihren Höhenflug erklärt sich die Baarerin durch die Unterstützung des Publikums. «Es ist unglaublich, wenn du in die Halle gehst und Hunderte Leute jubeln», schilderte sie, und fügte auf den Druck angesprochen an: «Er war zwar da, aber dann wirst du dir bewusst, dass alle hinter dir stehen, egal, wie du fährst.» Nach ihrem zweiten Auftritt sagte die Kantischülerin, die altershalber fortan bei den Aktiven starten wird: «Heute kann ich feiern. Gestern Abend lag das leider nicht drin.»

Flavia Schürmann ist es ähnlich ergangen. Auch sie konnte mit dem Druck gut umgehen, auch wenn sie im Gegensatz zu Hotz ein EM-Neuling war. «Wichtig war für mich, dass ich mich vor dem Wettkampf abschotten konnte. Ich musste meinen Freunden und Angehörigen aus dem Weg gehen», erklärte sie.

Nicht ganz nach Wunsch lief es hingegen den Schweizer 4er-Juniorinnen. Sie mussten in ihrer Kür einen schweren Patzer hinnehmen. «Das kann einfach passieren», nimmt die Nationaltrainerin ihre Juniorinnen in Schutz. «Sie haben danach aber nicht aufgegeben und den Rest der Kür hervorragend absolviert.» Statt mit Deutschland um Gold zu kämpfen, wurde es zu einem Zitterduell mit den Slowakinnen um Silber – ein Duell, das schliesslich zu Gunsten der Osteuropäerinnen ausging.

Zu viel Druck für die Radballer

Während die Kunstradfahrerinnen mit dem Druck einer Heim-EM gut umgehen und ihr Potenzial abrufen konnten, gelang das den Schweizer Radballern nicht. Roger Artho und Joel Bischofberger aus Mosnang SG lagen nach dem ersten Tag auf dem vierten Zwischenrang, der zu einer Halbfinalteilnahme berechtigt. Tags darauf rutschten sie noch auf Rang 5 ab. «Für uns war die Heim-EM kein Vorteil, die Spieler waren sehr nervös», konstatierte der Nationaltrainer Werner Artho.

Erfreulich fiel hingegen das Fazit von OK-Präsident René Simmen aus. «Wir haben rundum gepunktet. Besser hätte es nicht laufen können», bilanziert er. Als Präsident des ATB Baar ist er natürlich auch angetan von den Leistungen «seiner» Sportlerinnen Leana Hotz und Flavia Schürmann. «Was die beiden vor heimischem Publikum gezeigt haben, ist Weltklasse.» Die beiden Silbermedaillen seien für die beiden der verdiente Lohn. Aber nicht nur für sie: «Die Podestplätze sind das Sahnehäubchen, sie sind ein Dankeschön an den Verein, an das OK, an alle Helfer, an die Gemeinde.»

Die EM hatten während der zwei Wettkampftage trotz des Outdoorwetters ihr Publikum. Schätzungen der Organisatoren zufolge pilgerten jeweils 650 Fans in die Waldmannhalle, rund 400 Tickets waren im Vorverkauf abgesetzt worden. Das wirkt sich finanziell positiv aus. Zwar liegen noch keine Zahlen vor. René Simmen geht aber davon aus, dass die EM auch finanziell erfolgreich abgeschlossen werden.

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