Handball
Dem LK Zug gelingt der Pflichtsieg – jetzt warten die härtesten Aufgaben

Nach einer lange Zeit mässigen Leistung in der Offensive besiegen die Zugerinnen den HSC Kreuzlingen mit 26:19 in der SPL1.

Raphael Biermayr
Merken
Drucken
Teilen

Es verhielt sich etwas kurios: Kreuzlingens Torhüterin Nathalie Wörner parierte in der ersten Halbzeit nur einen einzigen Schuss der Zugerinnen. Dennoch lagen jene bei Spielhälfte nicht deutlich, sondern nur mit zwei Treffern in Führung (11:9). Die Ursache dafür war schnell gefunden. Zum einen schossen sie mit 17-mal verhältnismässig wenig und zudem auch weniger als der Gegner (20) auf das Tor. Zum anderen verfehlten zahlreiche Spielerinnen mit ihren Würfen das Gehäuse, fast alle davon unbedrängt.

Das war aus Sicht des LKZ zwar ärgerlich, doch nicht weiter tragisch. Denn einmal mehr konnte er sich auf eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verlassen, um letztlich einen deutlichen Sieg zu feiern (26:19). Die Partie am Samstag blieb allerdings noch längere Zeit spannend. Für die Vorentscheidung war Simona Cavallari rund sieben Spielminuten vor Schluss besorgt. Sie erzielte mit einem der raren Treffer vom Flügel das Tor zum 23:17.

Simona Cavallari steuert vier Treffer zum Erfolg bei.

Simona Cavallari steuert vier Treffer zum Erfolg bei.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 23. Januar 2021)

Eugster fällt aus

Zuvor hatte der LKZ-Trainer Christoph Sahli auch in der heiklen Phase rund zwölf Spielminuten vor dem Ende neuen Kräften das Vertrauen geschenkt. So standen in einem Einsatz Harpa Jonsdottir und Sina Hess am eigenen Kreis. Sahli war in seiner Auswahl allerdings auch eingeschränkter als noch zu Beginn: Stefanie Eugster humpelte in der 43. Minute vom Feld und wurde daraufhin nicht mehr eingesetzt.

Die Zugerinnen haben in der laufenden Saison weiterhin nur gegen die ewigen Rivalinnen aus Brühl und Nottwil verloren. Auf diese beiden Teams wird der LKZ in den nächsten Tagen treffen: Am 27. Januar steht die verschobene Partie gegen die Spono Eagles auf dem Programm (20 Uhr, Kirchmatte), bevor am 31. Januar der Leader aus St.Gallen in der Sporthalle zu Gast ist (Spielbeginn um 16 Uhr). Die eigentlich für diese Woche angesetzte Cup-Achtelfinal-Partie gegen Thun wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgetragen werden.

Thun verzichtet fortan auf beste Spielerinnen

Apropos Thun: Wie kürzlich bekannt wurde, trennten sich die Berner Oberländerinnen von Lucia Weibelova und Laura Rotondo – ihren Leaderinnen. Dies, um einen angeblich nach der Spielzeit geplanten Umbruch vorzeitig einzuleiten und die Leidenschaft im Team zu wecken.

Das ist die Chance für Kreuzlingen, sich erstmals nach dem Wiederaufstieg 2019 ein Ticket für die Finalrunde zu sichern. Dem LK Zug wäre das wohl ganz recht, patzten sie doch in den letzten Jahren vor allem gegen die Thunerinnen. Gegen Kreuzlingen ist die Bilanz mit neun Siegen in ebenso vielen Begegnungen makellos.

Mehr zur SPL1-Meisterschaft gibt es hier.