Handlungsbedarf bei der Stadtzuger Schulraumplanung wurde beleuchtet

In Zug werden künftig mehr Schüler erwartet. Wie man sich darauf vorbereitet, erläutert der Stadtrat in einer Interpellationsantwort.

Vanessa Varisco
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Es ist ein Thema, welches alle Gemeinden im Kanton Zug beschäftigt: die Schulraumplanung. Auch in der Stadt Zug wird das Thema diskutiert. So reichte etwa die Fraktion der Grünliberalen Partei (GLP) diesen Frühling im Grossen Gemeinderat eine Interpellation zur Schulhausplanung ein. Die Antwort des Stadtrats liegt nun vor.

Eines nimmt er gleich vorweg: «Die Schulraumplanung ist auf einem guten Stand.» Das liege unter anderem daran, dass die Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Bildungs-, Bau- und Finanzdepartements zweimal jährlich in Sitzungen die Schülerzahlenprognosen, die Wohnbautätigkeit und andere Faktoren erarbeite und überprüfe. Aus den Zusammenfassungen dieser Erkenntnisse geht hervor, dass sich in den letzten Jahren generell höhere Schülerzahlen abzeichneten und entsprechend in die Schulraumplanung investiert werden muss.

In den vergangenen Jahren waren im Durchschnitt 7,2 bis 7,9Prozent der Gesamtbevölkerung Schülerinnen und Schüler. «Aufgrund der anhaltenden Wohnbautätigkeit in der Stadt Zug werden die Schülerzahlen weiter steigen», antwortet der Stadtrat auf die Frage der GLP, wie er die Situation hinsichtlich der wachsenden Schülerzahlen beobachte. Um diese Schüler unterzubringen, müssen verschiedene Massnahmen getroffen werden. Für den kurz- bis mittelfristigen Planungshorizont 2028/2029 sollen die Oberstufenanlage Loreto, die Schulanlagen St.Johannes sowie der Schulkreis im Zentrum verdichtet werden. Für eine Erweiterung bietet sich der Standort Guthirt an, das Schulzentrum Maria Opferung soll neugebaut werden.

Auch für Mittagstische wird Platz geschaffen

Nicht nur Schulraum war Thema in der eingereichten Interpellation, auch das wachsende Bedürfnis nach Tagesstrukturen wurde thematisiert. Wie wurde dem Rechnung getragen, wollte die Fraktion unter anderem wissen. «Bei der Planung zur Erweiterung beziehungsweise zum Neubau von Schulanlagen werden die Raumbedürfnisse für die Freizeitbetreuung und den Mittagstisch immer mit einbezogen», lautet die Antwort. Auch sonst werde ausserhalb der Schulanlagen nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht, wie der Stadtrat in seiner Antwort betont.

Er nennt dazu zwei veranschaulichende Beispiele: Ab diesem Schuljahr wird im Quartiertreff Guthirt ein Mittagstisch eingerichtet. Letztes Jahr ist ein solcher im Clublokal des SAC Rossberg entstanden.