Hat der Springbrunnen ausgespritzt?

Seit letzten Herbst spritzt die Wasserfontäne in der Katastrophenbucht im Zugersee nicht mehr. Noch ist nicht sicher, ob der Brunnen je wieder die Zuger erfreut.

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Mit und ohne Fontäne: Zugs Stadtpromenade vom See her gesehen. (Bild: Charly Keiser/Werner Schelbert/Neue ZZ)

Mit und ohne Fontäne: Zugs Stadtpromenade vom See her gesehen. (Bild: Charly Keiser/Werner Schelbert/Neue ZZ)

Wenn wir ehrlich sind, ist vielen von uns noch nicht aufgefallen, dass der Zuger Springbrunnen im See fehlt. Aber erst jetzt beginnt der Sommer so richtig. Und nicht nur wagemutige Pedalo-Fahrer, die bei Hitze Abkühlung unter der Gischt des Zuger Jet d’Eau suchen, werden dann wohl sehnsüchtig nach der Fontäne Ausschau halten. Doch dieses Szenario ist nicht unrealistisch. Denn seit letztem Herbst sprudelt es nicht mehr aus dem Zugersee – weil die ganze Pumpanlage in Revision ist. «Die Pumpe ist kaputt, die Düsen sind verstopft, und nicht zuletzt haben die Wandermuscheln im Zugersee die gesamte Anlage in Mitleidenschaft gezogen», erklärt Karl Linggi, Stadtingenieur im Tiefbauamt.

Jet d’Eau – grösser als in Genf?

«Zurzeit wird in der Stadt Zug darüber diskutiert, was mit der Wasserfontäne passiert», lässt Linggi wissen. Nicht zuletzt auch, weil man offenbar findet, dass der Zuger Jet d’Eau, nicht mehr so richtig zu dem mittlerweile aufgewerteten Seeufer mit dem schöneren Kiosk passt.

Dem Gerücht, die Stadt Zug plane einen noch höheren Springbrunnen als das Genfer Vorbild (140 Meter), widerspricht Stadtpräsident Dolfi Müller. «Ein Zuger Jet d’Eau in der Grösse von Genf wäre wohl eine allzu grossmannssüchtige Geste», so Müller. «Zwar hat der Stadtrat tatsächlich noch nicht über das Schicksal des Springbrunnens entschieden – aber ich denke mir, wir könnten einfach mit der jetzigen Wasserfontäne gut weiterleben.»

Wolfgang Holz/bep

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.