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Zuger Stadtrat muss «nachsitzen» wegen Parkplätzen für Tixi-Taxis

Die Gebietsplanung Hertizentrum konnte in zweiter Lesung nicht beschlossen werden. Die Exekutive muss nochmals über die Bücher: Der Standort der überhohen Tixi-Fahrzeuge soll geklärt werden.
Andrea Muff
Diskussion um Parkmöglichkeiten der Tixi-Taxis beim Hertizentrum in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. März 2017))

Diskussion um Parkmöglichkeiten der Tixi-Taxis beim Hertizentrum in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. März 2017))

Nach fast eineinhalb Stunden konnte die Diskussion gestern im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) beendet oder vielmehr «ausgesetzt» werden. Jürg Messmer (SVP) stellte den entsprechenden Ordnungsantrag, das Geschäft mit einem Auftrag an den Stadtrat zurückzuschicken. Mit 33 Ja-Stimmen befürworteten die Parlamentarier den Antrag (4 Gegenstimmen). Der Grund für die Aussetzung: Es soll geklärt werden, wo die Taxis von Tixi Zug mit besonderer Höhe parkiert werden und ob diese eine Überdachung bekommen könnten. So der Auftrag an den Stadtrat zur Prüfung dieses Anliegens.

Der Hund liegt aber bereits bei der ersten Lesung im Dezember 2017 begraben. Denn damals stellte Monika Mathers (CSP) den Antrag, dass der Stadtrat aufzeigen soll, wo besagte Fahrzeuge oberirdisch geparkt werden könnten. In der geplanten Tiefgarage haben die 2,50 Meter hohen Fahrzeuge keinen Platz, die entsprechende Rampenhöhe ist 2,30 Meter. Dem Bericht und Antrag der Bau- und Planungskommission (BPK) ist zu entnehmen, dass der Stadtrat «im Rahmen seiner Kompetenz» festlegte, dass fünf öffentliche Parkfelder an der Allmendstrasse künftig als Tixi-Standplätze ausgeschildert werden würden – also ausserhalb des Perimeters des Bebauungsplans.

Tixi Zug gehört auf das Gebiet Herti

Für Monika Mathers ein Unding: «Würden Sie Ihr liebstes Auto statt in der Garage das ganze Jahr ungeschützt am Strassenrand abstellen?», fragte sie ihre Ratskollegen. Im Winter sei etwa eine Überdachung besonders wichtig, um nicht vor Abfahrt das Fahrzeug vom Schnee zu befreien. Auch die Nähe zur Tixi-Zentrale sei von hoher Bedeutung. Bereits im März als Monika Mathers den Antrag des Stadtrates zur zweiten Lesung erhalten habe, hätte sie eine Lösung zur Parkierung der überhohen Tixi vermisst und so blieb es auch mit dem BPK-Bericht. Und dies trotz vorherigem Nachfragen beim Baudepartement, erklärte sie. «Wir stehen vor einem Scherbenhaufen.» Ihr Vorschlag: Den Antrag aus erster Lesung wieder aufzunehmen. Das heisst, für besonders hohe Tixi-Fahrzeuge sei ein oberirdischer Unterstand für fünf bis sechs Fahrzeuge zulässig.

«Wir stehen vor einem Scherbenhaufen.»
Monika Mathers, CSP

Dass Tixi aber weiterhin auf dem Gebiet des Hertizentrums einen Platz haben soll, war in beiden Räten weitgehend unbestritten, wie auch Bauchef André Wicki in mehreren Voten betonte. Allerdings warfen die Kosten, und wer diese übernehmen soll, Fragen auf: «Ich glaube nicht, dass wir hier und heute darüber einen Beschluss fassen können», sagte Urs Bertschi (SP), Präsident der BPK.

Kompromiss war unbestritten

Jürg Messmer sah hingegen die Zwickmühle: «Tixi ist unbestritten eine gute Sache, aber wir haben uns ganz klar gegen oberirdische Parkplätze ausgesprochen.» Er stellte den Ordnungsantrag, das Geschäft auszusetzen und an den Stadtrat zurückzuschicken. Stefan Moos (FDP) fasste die Diskussion zusammen: «Eigentlich haben wir ja alle das gleiche Ziel.» Und David Meyer (GLP) plädierte, bezüglich des verkehrsfreien Perimeters nicht päpstlicher als der Papst zu sein: «Der Berufsverkehr wird sich auch dort bewegen.» Martin Eisenring (CVP) schloss sich seinem Vorredner Messmer an: «Der Stadtrat sollte nochmals über die Bücher gehen, damit wir eine seriöse Lösung haben.» Das sollte schnell gehen, da nicht mehr viel zu bereinigen sei.

Denn die Zufahrt zur Tiefgarage, die bei erster Lesung mehr im Fokus stand, war gestern kein Thema mehr. Schnell einigte sich der Rat auf den Kompromiss, die Zufahrt ab St.-Johannes-Strasse und die Ausfahrt in die Allmendstrasse zu realisieren.

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