Herzige Fliegenpilze und Orangenduft

Ein 15 Nummern starker Kinderumzug zog durch Unterägeri. Verteilt werden Bonbons – und viele Konfetti.

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Die Guggenmusig Möstliblöser am Umzug in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Guggenmusig Möstliblöser am Umzug in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Früh übt sich, wer ein grosser Fasnächtler werden wird. Im Gegensatz zu den angefressenen Erwachsenen, die bereits am Donnerstagmorgen früh im ganzen Kanton auf der Gasse standen, nehmen es die etwa 300 Kostümierten, die am Unterägerer Kinderumzug mitmachen, etwas gelassener.

Fünfzehn Nummern sind es, die am Nachmittag des Schmutzigen Donnerstags am Umzug teilnehmen. «Das sind viele, wenn man bedenkt, dass ja Ferien sind und die Spielgruppen nicht mitmachen», erklärt Rita Nussbaumer, die 20 Jahre lang im Organisationskomitee der Kinderfasnacht Unterägeri war.
Angeführt wird der Umzug von Tambouren, die sich als Mumien verkleidet haben. Lautstark melden sie dem Publikum die kommende Prozession an. Kaum ist der Fasnachtszug in Bewegung, riecht es nach Orangen – und auch vor Konfetti-Attacken ist niemand gefeit.

Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ
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Kunstvoll und bunt

Nicht immer ist bei den Verkleidungen der Zusammenhang mit dem diesjährigen Motto «Trännchoscht» auf Anhieb ersichtlich. Doch kunstvoll und bunt sind die Kostüme allemal. Bei den Indianern tragen sowohl die Buben als auch die Mädchen lange schwarze Haare, und die Blumenkinder zeigen sich sozial und verteilen Orangen und Bonbons. Kurz darauf wird es laut, denn die Möschtliblöser aus Unterägeri unterstützen den Umzug musikalisch. Sie tragen dieses Jahr eigenwillige Trachten-Varianten aus zartblauem Edelweiss-stoff und grellem Schweizer-Fahnen-Rot. Das Highlight des Umzugs bildet ein aufwendig verzierter Wagen, auf dem sich grosse und kleine Affen in einem Käfig tummeln und gar an einem aufgestellten Baum schaukeln.
Sarah Vilas aus Unterägeri steht mit ihrem Nachwuchs auf dem Trottoir undt betrachtet die vorbeigehenden Fliegenpilze der Gruppe Kindline. «Es ist ein schöner Anlass. Was mich und andere Mütter aber dieses Jahr sehr stört, ist, dass der ganze Umzug die befahrene Strasse überqueren muss. Das ist gefährlich.»
«Es hat mir trotzdem alles gefallen»

An einer Ecke des Dorfzentrums wird Punsch und Jägertee angeboten. Die eisige Kältewelle mag zwar vorbei sein, dennoch wird es für die Zuschauer während des Umzugs ordentlich frisch. Das findet auch Lynn Schwerzmann. «Es hat mir aber trotzdem alles sehr gut gefallen», erklärt die Fünfjährige. Nicht zuletzt, um sich wieder aufzuwärmen, folgt sie gemeinsam mit ihrer Mutter der Konfettispur zur Ägerihalle, wo der traditionelle Kinderball nach dem Umzug stattfindet. Neben Erfrischungen und Hot Dogs gibt es dort für die Kinder auch eine Miniplaybackshow und einen Live-Auftritt der Guggenmusig.

Valeria Wieser

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