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Heute ist technisch alles verknüpft im Spital Muri

Martin Nietlisbach, Leiter Technik und Sicherheit am Spital Muri, hat eine enorme Entwicklung erlebt. Nach fast 25 Jahren geht er nun in Pension.
Eddy Schambron
Martin Nietlisbach in der Technikzentrale für Heizung und Kühlung im Spital Muri. (Bild: Eddy Schambron)

Martin Nietlisbach in der Technikzentrale für Heizung und Kühlung im Spital Muri. (Bild: Eddy Schambron)

Fast ein Vierteljahrhundert war Martin Nietlisbach aus Kallern Leiter Technik und Sicherheit des Spitals Muri. Jetzt geht er in Pension. «Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht gerne arbeiten ging», blickt er zurück. Einen spannenderen Job kann er sich auch nicht vorstellen, was nicht verwundert, wenn man sich die bauliche und technische Entwicklung des Spitals vor Augen führt. Als Nietlisbach anfing, arbeiteten rund 450 Leute unter Direktor Hans Wey, heute zählt das Spital Muri rund 800 Angestellte.

Von der Chocolat Frey in Buchs zum Spital im Freiamt – Martin Nietlisbach lächelt. Ein wesentlicher Grund für den Wechsel war der kurze Arbeitsweg: «Ein Privileg, wenn man ihn hat.» Mit Haustechnik hatte er in Buchs weniger zu tun, trotzdem wurde der mit Maschinentechnik bewanderte Nietlisbach aus 40 Bewerbungen 1997 als neuer Leiter Technik und Sicherheit ausgewählt. Diese Abteilung hatte neun Mitarbeitende, davon sieben Fachspezialisten. Heute sind es 15, aufgeteilt in die drei Fachgebiete: Medizintechnik, Elektrotechnik und Haustechnik. «Anders wären die vielfältig angewachsenen Aufgaben nicht mehr zu bewältigen.» Auch wenn sich die Organisation geändert hat, war für Nietlisbach immer klar, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen muss. Er hat schliesslich festgestellt, dass ein gut funktionierendes Team leistungsfähiger ist. In den 23 Jahren seiner Tätigkeit gab es kaum Personalwechsel.

Ständige Weiterbildung ist Pflicht

Sein Vorgänger, Edi Räber, habe ihm gesagt, dass in einem Spital immer gebaut werde. «Er hatte vollkommen recht», sagt der abtretende Technik-Chef lachend. Zwischen 2002 und 2019 nahmen nicht nur die Gebäudeflächen und damit verbunden die technischen Installationen massiv zu, sondern auch die Anzahl an Anlagen und Geräten sowie die entsprechenden Vorschriften. «Unsere Abteilung ist heute für rund 3000 Geräte verantwortlich. 2500 davon unterhalten wir selber, die anderen, vor allem aus der Medizinaltechnik, werden von externen Firmen betreut. Sicherheit hat höchste Priorität in einem Spital.» So wird beispielsweise das Kalt- und Warmwasser geprüft, es wird gesorgt, dass Alarmsysteme, Heizung, Lüftung und Kühlung funktionieren, Wasser und Strom ununterbrochen zur Verfügung stehen. Kontrollen und Prüfungen erfolgen in vorgegebenen Zeitabständen und müssen protokolliert werden. Ständige Weiterbildung ist Pflicht, die Technik entwickelt sich relativ schnell.

«Heute ist technisch alles miteinander verknüpft», sagt Nietlisbach und zeigt am Beispiel von Heizung, Lüftung und Kühlung einen grossen Unterschied zu früher auf. Gebäude und Technik werden über ein Leitsystem gesteuert und überwacht, was die persönliche Kontrolle durch die Spezialisten nicht ausschliesst. «Wir sind für das reibungslose Funktionieren 365 Tage im Jahr 24 Stunden erreichbar und einsatzbereit», macht er deutlich. «Wir sind Dienstleister, bei dem Qualität und Verfügbarkeit vor Quantität kommen müssen.» Ganz am Anfang waren Techniker sogar noch im Rettungsdienst als Transporthelfer im Einsatz. «Aber das ging eines Tages auch aus Kapazitätsgründen nicht mehr.»

Ein wichtiges Anliegen war Nietlisbach immer ein effizienter Energieeinsatz. «1997 verbrannten wir pro Heizperiode bis zu 400 000 Liter Heizöl. Heute sind es, trotz markantem Ausbau, noch 170 000 Liter». Möglich machen das unter anderen 37 Erdwärmesonden zum Heizen und Kühlen. 2014 wurde die neue Stromversorgung gebaut, die das Spital bei einem Netzausfall zu 100 Prozent mit Elektrizität versorgen kann. Gegenwärtig in Planung ist eine Fotovoltaikanlage zur Stromerzeugung auf dem Dach des Parkhauses, in Prüfung die zusätzliche Nutzung von Fernwärme.

Per 1. Februar übernimmt der Nachfolger

Martin Nietlisbach übergibt die Leitung vom Technischen Dienst per 1. Februar an seinen Nachfolger Wolfgang Bart. Bis Mitte 2019 wird er noch mit einem 40 Prozentpensum als Sicherheitsbeauftragter tätig sein und dann auch diese Aufgabe einem Nachfolger übergeben.

Technik und Sicherheit werden neu getrennt, weil im Bereich Sicherheit die Anforderungen ebenfalls massiv gestiegen sind. «Ich kann meine Aufgabe mit einem guten Gefühl weitergeben», sagt er, der die familiäre Atmosphäre am Spital Muri und die grosse Kollegialität und Wertschätzung unter den Angestellten immer besonders geschätzt hat. Und er kann loslassen. «Ich freue mich jetzt auf die Pensionierung, obwohl ich bis heute meine Arbeit gerne mache.» Mehr Zeit für seine Familie, für seine Hobbys wird er mit Freude auszufüllen wissen.

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