Leserbrief
Rotkreuz: Hier dreht man das Rad zurück

Zum geplanten Autobahn- Halbanschluss in Rotkreuz

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Um Dorfkerne vom Durchgangsverkehr zu entlasten, laufen in Nachbargemeinden (Küssnacht, Hünenberg und Cham) Strassenplanungen auf Hochtouren. Was in den besagten Gemeinden erreicht werden soll, mag jedoch für die Gemeinde Risch keine Gültigkeit haben. Hier dreht man das Rad zurück. Der Halbanschluss Buonas würde sehr viel Mehrverkehr (laut Angaben des Kanton Zugs: jeweils 600 bis 700 Autos zusätzlich morgens und abends) und damit eine enorme Zunahme der Lärm- und Schadstoffbelastungen zur Folge haben. Und das in einer Zone, welche den Namen «Dorfkern» wirklich verdient.

Nebst den Schulen, (984 Schüler in der Gemeinde Risch) spielt sich das öffentliche Kultur- und Sportleben in dieser Zone ab. Schon Anfang der Neunzigerjahre, als noch eine grosse Fläche Industriegebiet «Rotkreuz Forren» grün war, prophezeite der damalige Ortsplaner Erich Knecht, dass zu gegebener Zeit ein zusätzlicher Autobahnanschluss im Gebiet der Industriestrasse kommen werde (müsse). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so meinte er damals, sei es noch zu früh, die dafür zuständigen Stellen über diese Notwendigkeit zu überzeugen.

Mit dem Halbanschluss Buonaserstrasse glauben Planer die Lösung gefunden zu haben. Zu einer Zeit, wo man all dem was blüht und kreucht, immer mehr ungestörten Lebensraum bieten will, werden die Einwohner von Risch-Rotkreuz vor Tatsachen gestellt, mit welchen beabsichtigt wird, das Dorf mit Autokolonnen zu «beleben».

Rudolf Schicker, Hünenberg See