HIRZEL: Ein zweispuriger Hirzeltunnel ist der Favorit

Eine Beurteilung der Kantone Zug und Zürich bestätigt: Ein zweispuriger Ausbau mit einer Tunnelröhre wäre am zweckmässigsten.

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Am Strassenrand wird mit einer Tafel für den Hirzel-Tunnel geworben. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Am Strassenrand wird mit einer Tafel für den Hirzel-Tunnel geworben. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Mit dem Hirzeltunnel sollen die Autobahnen A4 und A3 verbunden werden. Eine Zweckmässigkeitsbeurteilung der Kantone Zug und Zürich bestätigt die bisherigen Planungsergebnisse, vor allem die Linienführung und den Ausbaustandard der künftigen Entlastungsstrasse, heisst es in einer Mitteilung der Baudirektion des Kantons Zug. 

Baukosten liegen bei rund 500 Millionen Franken
In den vergangenen zwei Jahren haben die Kantone Zug und Zürich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe nach der bestmöglichen Linienführung gesucht. Laut Mitteilung hat die Variante am besten abgeschnitten, bei der der Verkehr auf der Zuger Seite bei Sihlbrugg abgenommen und in einem Tunnel nördlich an Walterswil vorbei bis zum heutigen Autobahnende der A4a geführt werden soll.

Zug und Zürich hatten sich bereits Anfang 2007 für eine zweispurige Hauptverkehrsstrasse mit Gegenverkehr ausgesprochen, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese Variante mit nur einer Tunnelröhre bringe die angestrebte Entlastung für die Gemeinde Hirzel und weise das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Die Studie rechnet mit Baukosten von rund 500 Millionen Franken. 

Vorarbeiten starten in der 2. Jahreshälfte
Auch der Bundesrat erachtet die Hirzelverbindung laut Mitteilung als wichtiges Element der nationalen Ost-West-Achse und schlägt vor, das Vorhaben in das Nationalstrassennetz aufzunehmen. 

Die nun vorliegende Zweckmässigkeitsbeurteilung wird den betroffenen Gemeinden und den Fachstellen der beiden Kantone Zug und Zürich zugestellt. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Vorarbeiten beginnen, um die präzisierte Linienführung der Hirzelverbindung im Verkehrsrichtplan des Kantons Zürich anzupassen und in den Richtplan des Kantons Zug aufzunehmen, heisst es.

ana