HOCHHAUS-INITIATIVE: Regierung behindert Hochhaus-Sperrzone

Eigentlich hat sich das Stadtparlament in der Hochhaus-Frage entschieden. Jetzt mischt sich die Regierung ein – und die Stadt muss eine Ehrenrunde drehen.

Drucken
Teilen
Das SBB-Gleis in der Stadt Zug ist nun auch die Grenze für den Bau von Hochhäusern. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Das SBB-Gleis in der Stadt Zug ist nun auch die Grenze für den Bau von Hochhäusern. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Stadt wollte nicht, dass es zu einer Abstimmung über die Hochhaus-Initiative kommt. Nun fordert aber der Regierungsrat: Das Volk soll mitreden.

Im November entschied der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR), die Hochhaus-Initiative zum Beschluss zu erheben. So soll in der städtischen Bauordnung unter anderem eine Sperrzone für den Bau von Hochhäusern definiert werden. Der GGR wollte mit seinem Entscheid einen Urnengang verhindern.

Nur, das Volk soll nun trotzdem mitreden. Denn die Regierung hat den GGR-Beschluss wegen Verfahrensmängeln aufgehoben – vorerst. Sie fordert, dass eine Vorprüfung der Änderung der Bauordnung durch die Baudirektion geschieht. Zudem muss der Gesetzesentwurf zur Mitwirkung der Bevölkerung öffentlich aufgelegt werden. Eine dritte Lesung durch das Stadtparlament ist laut Baudirektor Heinz Tännler denkbar.

Die Regierung äussert sich auch inhaltlich zum Hochhaus-Artikel. Wie die Neue ZZ weiss, würde es die Regierung vorziehen, wenn zuerst eine Hochhausstudie für die Stadt erstellt und erst dann eine Sperrzone definiert würde.

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.