HOCHSCHULE: Dolfi Müller: «Unser Erfolg steht auf dem Spiel»

Das Institut für Finanzdienstleistungen soll 2019 von Zug nach Rotkreuz verlegt werden. Beteiligte hegen aber grosse Bedenken.

Charly Keiser
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Dolfi Müller, Zuger Stadtpräsident: «Für den Wegzug habe ich keinerlei Verständnis.» (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Dolfi Müller, Zuger Stadtpräsident: «Für den Wegzug habe ich keinerlei Verständnis.» (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Am Mittwoch gab die Hochschule Luzern bekannt, dass ihr neues Informatikdepartement in Rotkreuz beheimatet sein wird. Die «Boomtown» im Ennetsee setzte sich gegen den Standort Herti in Zug durch.

Betroffen vom Entscheid ist auch das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ). Dieses ist Teil des Departements Wirtschaft und bereits seit 17 Jahren in der Grafenau in Zug und damit in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs ansässig. Es soll 2019 von Zug nach Rotkreuz gezügelt werden – vorab mit der Begründung von Synergien und Kosteneinsparungen.

Sehr hoher Anteil an Zürchern

Dem Institut für Finanzdienstleistungen ist es nicht gelungen, seine Präferenzen erfolgreich in die Entscheidungsfindung einzubringen. «Wir haben sehr viele Vorbehalte», sagt einer von mehreren Insidern der Schule, die nicht genannt werden möchten: «Unsere Hauptbedenken gründen darin, dass unser Institut auf die Immobilien und Finanzbranche fokussiert ist», ergänzt er. Und, dass das IFZ ausserdem den grössten Teil des Umsatzes im Weiterbildungsbereich generiere. «Die Branche, die wir bedienen, ist in Zürich zu Hause. Der Anteil der Zürcher Teilnehmer beträgt je nach Lehrgang zwischen 40 und 60 Prozent.» , fügt ein anderer hinzu und betont: «Auch unsere gewichtigsten Konkurrenzen sitzen in Zürich. «Wir haben extrem viele Bedenken. Der Erfolg und das Überleben unseres Institution stehen auf dem Spiel.»