Hochwertiges Design aus der Nähe in der Zuger Shedhalle

Bereits zum 10. Mal fand die Designmesse «Aus-Zug» statt. Vielfalt und Kreativität prägten die Veranstaltung.

Shirin Fischer
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In den Räumlichkeiten herrschte reges Treiben.
10 Bilder
Hochwertige Kleider fanden sich im Angebot.
Eine ansprechende Präsentation ist das A und O.
Blick in die Ausstellungshalle.
Kleine, aber feine Geschenke wurden verkauft.
Für jeden die passende Karte...
Marcel und Brigitte Ceccon aus Baar bestaunen die Mosaikarbeit von Judith Larcher.
Margrit Odermatt und Walter Fluder schauen sich Nussknacker aus Holz an.
Esther Fabris verarbeitet feine Stoffe.
Bunt und kreativ präsentieren sich die verschiedenen Stände.

In den Räumlichkeiten herrschte reges Treiben. 

Roger Zbinden, Zug, 30. November 2019 

Nachhaltiges Holzhandwerk, kreatives Modedesign und individuell angefertigter Schmuck faszinierten dieses Wochenende die Besucher der Designmesse in der Shedhalle genauso wie die ausgefallene Kunst aus dem Atelier 63 und all die anderen spannenden Aussteller, insgesamt 21 an der Zahl.

Gemäss dem Verein Aus-Zug ist die Designmesse inzwischen fester Bestandteil des Zuger Veranstaltungskalenders. Um die 2000 Besucher zählt der Anlass jährlich. Speziell an Aus-Zug ist, wie eine Umfrage unter den Besuchern zeigt, nicht nur die herzliche und familiäre Stimmung, sondern auch, dass die Stände ineinander verlaufen und keine strikten Abgrenzungen herrschen. Zudem wurde die grosse Vielfalt geschätzt.

Eine Plattform für Kleinbetriebe

Zum ersten Mal fand die Designmesse im Jahr 2009 statt. Die Initianten Rémy Blaser (Felsenkeller), Beni Sutter (Grauwert) und Franziska Leuppi (Frantastic Schmuck) riefen eine Ausstellung für regionale Designer ins Leben. Eine Werkschau mit Atmosphäre, wie sie es heute noch nennen. Mit den Jahren erlangte Aus-Zug immer mehr Bekanntheit und es bewarben sich vermehrt Künstler, Designer und Kleinbetriebe für die Ausstellung. Laut dem OK-Mitglied Franziska Leuppi hat die Designmesse auch heute noch zum Ziel, eine Plattform für kreative Kleinbetriebe zu bieten und mit ihr einen gemeinsamen Auftritt vor grossem Publikum zu schaffen.

Neben vielen Ausstellern, die bereits seit Jahren ihre ausgefallenen Produkte präsentieren, gibt es auch immer wieder neue Designer. «Wir sind zum ersten Mal dabei und möchten sehen, wie sich das Ganze entwickelt», sagt etwa Erich Weiss von der A.+ S. Weiss Schreinerei AG. Die handgefertigten Möbel und Designobjekte werden aus lokalen Materialien und einheimischem Holz gefertigt. «Der Recycling-Gedanke, also die Wiederverwendung des Materials, ist uns wichtig. Diesen Tisch hier habe ich zum Beispiel mit einem Baumstrunk aus Chriesiholz angefertigt, der innen hohl war. Ich habe ihn auf dem Zugerberg gefunden und einem Bauern abgekauft», erklärt er weiter. Die Designmesse stelle für ihn eine neue Gelegenheit dar, weil die Kundschaft grosses Interesse an Design und Handarbeit zeige.

Unerwartetes im Atelier 63

Im Raum gegenüber herrscht kreative Vielfalt. Von einer zweigeteilten Mona Lisa, über ein eigens hergestelltes Computerspiel bis hin zu einem Lebens-Countdown an der Wand – beim Atelier 63 gibt es so manches, das man nicht erwarten würde. «Unser Atelier gibt es bereits seit neun Jahren. Wir profitieren ebenfalls von der Designmesse und helfen den Ausstellern mit unserem Werkzeug-Know-how», erläutert die Vereinspräsidentin und Koordinatorin der Shedhalle, Samantha Heller.

Aus-Zug bietet mit seiner regionalen Vielfalt etwas für jeden Geschmack. Auch neue Aussteller sind stets willkommen. «Wer aus dem Kanton Zug ist oder hier seiner Arbeit nachgeht und nächstes Jahr gerne dabei sein möchte, soll sich auf info@aus-zug.ch bewerben. Anmeldeschluss ist Ende Juni 2020», erklärt Franziska Leuppi.