HOLZHÄUSERN: Coiffeur setzt bei Mindestlöhnen neue Massstäbe

3400 Franken muss ein Coiffeur mindestens verdienen, schreibt der Gesamtarbeitsvertrag vor. Einem Arbeitgeber ist das zu wenig.

Christian Glaus
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Der Mindestlohn für ausgelernte Coifeure liegt bei 3000 bis 3400 Franken. (Archivbild Neue LZ)

Der Mindestlohn für ausgelernte Coifeure liegt bei 3000 bis 3400 Franken. (Archivbild Neue LZ)

Einen Lohn von 4000 Franken pro Monat garantiert ab nächstem Monat ein Coiffeurunternehmen aus Holzhäusern seinen Lehrabgängern. Ineichen Coiffeur verzichtet zudem auf einen Abzug bei nicht erreichen der Umsatzziele. Damit liegt der Bruttolohn zwischen 600 und 1000 Franken über den Mindestvorgaben des Gesamtarbeitsvertrages.

«Wir sind überzeugt, dass sich dieses unternehmerische Denken und Handeln auch in unserer Branche auszahlt», sagt Inhaberin Marlène Ineichen. Mit dem höheren Mindestlohn wolle man die Qualität langfristig sicherstellen. Der Mindestlohn ist in den meisten Fällen nur für die ersten zwei bis drei Jahre nach der Lehre wichtig, wenn die Umsätze der Coiffeure noch nicht so hoch sind. Sobald sie ihren eigenen Kundenstamm haben, «sind schöne Löhne von 6000 bis 7000 Franken möglich».

Die Gewerkschaft Syna reagiert erfreut auf die Erhöhung des Mindestlohnes: «Das ist eine super Sache. Bleibt zu hoffen, dass viele nachziehen», sagt Guido Bechtiger, Leiter der Abteilung Dienstleistungen bei der Syna. Der Verband Coiffuresuisse hingegen sieht wenig Handlungsspielraum. Viele Unternehmen könnten nicht mehr Geld an ihre Mitarbeiter zahlen, sagt Zentralpräsident Kuno Giger: «Es ist bestimmt nicht so, dass sie einfach hohe Gewinne einstreichen.»

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