HOLZNUTZUNG: Kanton Zug soll bei eigenen Bauprojekten immer auch an Holz denken

Der Kanton Zug und seine Gemeinden sollen bei eigenen Bauprojekten immer auch an den Baustoff Holz denken. Holz soll in der Planungsphase von Beginn an einbezogen werden. Eine Verpflichtung, Holzgebäude zu erstellen, ist dies jedoch nicht.

Drucken
Teilen
Bei Neubauten soll im Kanton Zug nach Möglichkeit Holz Teil der Planung sein. (Bild: Stefan Kaiser (Boswil, 27. September 2016))

Bei Neubauten soll im Kanton Zug nach Möglichkeit Holz Teil der Planung sein. (Bild: Stefan Kaiser (Boswil, 27. September 2016))

Der Regierungsrat hatte eigentlich im Waldgesetz verankern wollen, dass wenn immer möglich heimisches Holz verbaut wird. Ein solcher "Inländervorrang" ging der Ratsmehrheit am Donnerstag aber zu weit.

Das Parlament entschied sich nach langer Diskussion gegen einen entsprechenden Passus. Vom Regierunsratsantrag blieb lediglich übrig, dass bei kantonalen und kommunalen Bauprojekten geprüft werden soll, ob ein Gebäude auch aus Holz gebaut werden könnte. Woher das Holz stammt, wird gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Ursprünglich hatte der Kantonsrat selber einen Vorstoss an den Regierungsrat überwiesen und von ihm die Förderung des heimischen Holzes verlangt. Die Motion stammte damals von einem FDP-Kantonsrat, der selber einen Holzbaubetrieb besitzt. (sda)