Hoteliers ärgern sich über Kanton

Der Kanton würde eine internationale Hotelkette vor Ort begrüssen. Das sagte Guido Bulgheroni von der kantonalen Kontaktstelle Wirtschaft gegenüber der «Hotel- und Tourismusrevue» - und sorgte damit für Entrüstungsstürme bei den Zuger Hoteliers.

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Blick in ein Hotelzimmer in Zug. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Blick in ein Hotelzimmer in Zug. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Eine Frechheit sei das, zeigt sich Matthias Hegglin, Präsident des Zuger Hotelierverbands, empört. Auch Hotelier und Kantonsrat Philip C. Brunner zeigt wenig Verständnis für die Äusserung Bulgheronis: «Da fehlt jeglicher Bezug zur Realität.»

Firmen vermissen Zimmer

«Alle reden vom Wettbewerb, aber im Tagesgeschäft siehts anders aus», sagt Gianni Bomio von der Volkswirtschaftsdirektion. Er findet es «seltsam, wenn man dem Staat Vorwürfe macht, wenn er Strukturprobleme sieht und mithelfen will, etwas dagegen zu unternehmen». Der Haltung der Hoteliers stünde die Rückmeldung der Firmen gegenüber.

Seit Jahren würden Vertreter der Volkswirtschaftsdirektion gezielt auf Besuch bei den grössten und internationalen Firmen im Kanton gehen . Also jenen, die am meisten Hotelzimmer nachfragten. Auf die Frage nach der grössten Schwierigkeit am Standort Zug sei die Antwort klar: «40 bis 50 Prozent sagen als Erstes, dass sie keine Zimmer und keinen Platz finden für Hearings.»

Chantal Desbiolles

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.</em>