HSG ALUMNI: Nur 900 Zuger kaufen Lorzenstrom

Die Wasserwerke Zug setzen auf erneuerbare Energien, sagt deren Chef. Doch noch hapert es beim Absatz.

Merken
Drucken
Teilen
Hajo Leutenegger, CEO der Wasserwerke Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Hajo Leutenegger, CEO der Wasserwerke Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Die Zeit drängt: Wir müssen unsere CO2-Emissionen reduzieren», warnte gestern Ivana Meyer-Kaluzova im Zuger Parkhotel. Die Vizepräsidentin der HSG Alumni Zentralschweiz richtete ihren Appell an eine Runde von Entscheidungsträgern, die sich auf Einladung der Organisation zusammengefunden hatte. Das Thema: erneuerbare Energien.

Der Energieverbrauch steigt weiter
Hajo Leutenegger, CEO der Wasserwerke Zug, führte in seinem Referat aus, wie in seinem Unternehmen erneuerbare Energien gefördert werden – und auch, wie das entsprechende Angebot genutzt wird.

Für ihn ist klar: «Erneuerbare Energien zu fördern ist ein Gebot, aber kein Allerheilmittel.» Wer glaube, damit kurzfristig die Energienachfrage decken zu können, verkenne die Realität. Leutenegger verwies auf den weiter steigenden Energieverbrauch, auf die entstehende Versorgungslücke und auf das heute noch beschränkte Wachstumspotenzial im Bereich von Wasserkraft, Solartechnik, Biomasse und Erdwärme.

Energie sparen und erneuerbare Energien fördern
Für Leutenegger ist ohnehin klar: «Noch effektiver als Fördern ist Sparen.» Jeder einzelne könne seine Verantwortung wahrnehmen und weniger Energie verbrauchen, etwa indem er Energiesparlampen einschraube oder den Stand-by-Verbrauch seiner Geräte reduziere.

Auch die WWZ fördert erneuerbare Energien: So werden systematisch die Kleinwasserkraftwerke entlang der Lorze modernisiert und in ihrem Wirkungsgrad erhöht, ausserdem sind fünf Solaranlagen und eine Biogasanlage in Betrieb.

Biostrom und Solarstrom stossen auf wenig Interesse
Die Nachfrage nach Zuger Energie ist allerdings nicht berauschend: Obwohl der Lorzenstrom nur zwei Rappen teurer ist als Standardstrom, haben sich laut Leutenegger erst 900 WWZ-Kunden dafür entscheiden können. Noch bescheidener ist das Interesse für den Biostrom und den Solarstrom, für die allerdings auch ein happiger Aufpreis zu bezahlen ist.

Christian Peter Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.