HÜNENBERG: 100 Prozent Solarstrom für unterwegs

Mitten im Zentrum steht neu eine E-Tankstelle. Realisiert hat sie die Elektro-Genossenschaft, die seit mehreren Jahren erneuerbare Energien fördert.

Carina Blaser
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Freude herrscht (von links): Gemeinderätin Käty Hofer, EGH-Präsident Werner Schuler, Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann und EGH-Geschäftsführer Stephan Müller. (Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 26. Januar 2017))

Freude herrscht (von links): Gemeinderätin Käty Hofer, EGH-Präsident Werner Schuler, Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann und EGH-Geschäftsführer Stephan Müller. (Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 26. Januar 2017))

Mit 22 Kilowatt und zwei Anschlüssen wird in Hünenberg für genügend Saft gesorgt und das Vorwärtskommen gefördert. Besitzer von Elektroautos können sich neu auf die Ladestation in Hünenberg verlassen, welche nicht nur auf den Strassen das Fortkommen gewährleistet, sondern auch in Sachen erneuerbarer Energieversorgung und ökologischer Mobilität für Fortschritt sorgt. Die E-Tankstelle in Hünenberg betankt seit dieser Woche Elektroautos mit 100-prozentigem Solarstrom.

Rund sieben Anlagen in der Gemeinde sammeln Energie für die Ladestation zwischen dem Gemeindehaus und der Drogerie im Dorfgässli. «Wir sind sehr stolz auf unsere erste öffentliche E-Tankstelle», erklärt Stephan Müller, Geschäftsführer der Elektro-Genossenschaft Hünenberg (EGH). Die EGH fördert seit mehreren Jahren die erneuerbare Energie und realisierte nun die Umsetzung einer E-Ladestation. Dies zusammen mit der WWZ, welche die Anlage betreiben wird. Laut einer Erhebung der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) haben Fahrzeuge mit Schweizer Strom 70 Prozent weniger CO2- Ausstoss, erklärt Werner Schuler, Präsident der EGH. Es reiche aber nicht, einfach im Besitz einer solchen Tankstelle zu sein, «es braucht auch vernünftige Wesen, die ein Elektroauto haben und die Zapfsäule bedienen können». Deshalb wird an der gestrigen Eröffnung kurzerhand der rote Elektro-Smart der Hünenberger Gemeinderätin Käty Hofer betankt. Das Auto kann auf dem Parkplatz hinter dem Gemeindehaus abgestellt werden.

Parkgebühren während der Ladezeit fallen nicht an, die anfallenden Kosten (22 Rappen pro Kilowattstunde) werden mittels Kreditkarte bezahlt. «Die Ladestation ist für ‹Work/Shop und Charge› ausgelegt», erläutert Schuler. Es handelt sich dabei um ein beschleunigtes Aufladen, das je nach Batterie zirka vier Stunden in Anspruch nimmt. Dass man als Besitzer eines Elektroautos bewusster fährt und Routen genauer plant, kann Käty Hofer bestätigen. Mit der neuen E-Tankstelle in Hünenberg wird ein Vorwärtskommen mit genügend Energie ein weiteres Mal gesichert.

Carina Blaser

redaktion@zugerzeitung.ch