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HÜNENBERG: Alles endet im Feuer

Viele Zuschauer, schräge Guggen und eine Eichesau: Der Umzug der Eiche-Zunft war ein voller Erfolg.
Martin Mühlebach
Der Hünenberger Fasnachtsumzug bot viele schöne Momente – am Abend war die Fasnacht 2013 mit der Eichefrässer-Verbrennung (Bild rechts oben) dann aber zu Ende. (Bilder Stefan Kaiser/Maria Schmid)

Der Hünenberger Fasnachtsumzug bot viele schöne Momente – am Abend war die Fasnacht 2013 mit der Eichefrässer-Verbrennung (Bild rechts oben) dann aber zu Ende. (Bilder Stefan Kaiser/Maria Schmid)

Die Guggenmusig Cocorico und das Zunftpaar Beat I. und Christina die Künstlerische eröffneten gestern Nachmittag den Umzug der Hünenberger Eiche-Zunft. Im dichten Schneegestöber zogen in der Folge über 30 farbenprächtige Nummern an den dicht gedrängt am Strassenrand stehenden Zuschauermassen vorbei. Die unablässig schränzenden Guggen und die prächtigen Sujets liessen Kälte und Nässe vergessen. Die kunstvoll gestaltete Eichesau, die sich stolz präsentierte, ahnte noch nicht, dass schon bald ihre letzte Stunde schlagen sollte. Sie schien wie die Tschiggendales – dank Zalando – vor Glück zu schreien. Übers ganze Gesicht strahlte auch Kaplan Lukas Amrhyn, der im Fiat 500 vorfuhr, den er am Lottomatch anlässlich der Inthronisation gewonnen hat. Dass er das Auto nur zwei Tage lang benützen durfte, schien ihn angesichts der ihn begleitenden beiden hübschen Nonnen kaum zu stören. Weit weniger glücklich zeigte sich die bereits auf dem Scheiterhaufen befindende Weckhäxe aus Cham. Die Wiprächtswiler taten ihren Missmut kund über den Ausverkauf der Heimat, derweil sich die Rüüstalwägeler aus dem aargauischen Jonen als Wätterschmöcker beliebt machten.

«Es ist schade, dass ...»

Beliebt machten sich auch die vielen Gruppen, die mit heissen Getränken die Erwachsenen und mit Süssigkeiten die Kinder beglückten. Dass die Kafisüüdi der Eiche-Zunft und die Denzdekdeduro GmbH mit James Bonds Skyfall die Zuschauer in dicke Dampf- und Rauchwolken hüllten, wurde mit einem Schmunzeln in Kauf genommen. Nicht zum Schmunzeln war es dem Zunftpaar. Beat I. befand: «Es ist schade, dass die Fasnacht schon wieder vorüber ist. Sie hätte ruhig noch weiter andauern können, zumal meine Frau und ich wunderschöne Tage erleben durften.» Christina die Künstlerische stimmte ihrem Gemahl mit einem heftigen Kopfnicken zu und versicherte glaubhaft: «Ich würde durchhalten.»

Bild: Maria Schmid/Neue ZZ
Bild: Maria Schmid/Neue ZZ
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Bild: Maria Schmid/Neue ZZ
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8 Bilder

Eichefrässer Verbrennung in Hünenberg

Tod auf dem Scheiterhaufen

Punkt 17.37 Uhr, weil Beat I. und Christina die Künstlerische das 37. Eichezunftpaar sind, wurde der Scheiterhaufen angezündet, auf dem die vor wenigen Stunden noch stolz lachende Eichesau einem traurigen Feuertod entgegensah. Das hämisch lachende Publikum und die lodernden Flammen waren aber nicht nur für die Eichesau des Guten zu viel. Helen Bühler, die das Sujet für den kunstvoll gestalteten Eiche(l)frässer geliefert hat, vergoss Krokodilstränen, als sie zu Protokoll gab: «Es tut unheimlich weh, zusehen zu müssen, wie meine heiss geliebte Eichesau in den Flammen einen qualvollen Tod erleidet.» Wenig später schob Helen Bühler bereits wieder lachend nach: «Zum Glück habe ich den von mir entworfenen kleinen Prototyp noch zu Hause. Ich werde ihn wie meinen Augapfel hüten.»

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