Hünenberg: Deutliches Ja zur Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Rony

Der Baukredit von insgesamt 18,35 Millionen Franken ist beschlossene Sache. Die Hünenberger Bevölkerung befürwortet die Vorlage des Gemeinderats mit 2145 Ja-Stimmen gegenüber 561 Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 46,59 Prozent.

Rahel Hug
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Die Visualisierung zeigt die Ansicht eines Kindergarten- respektive Betreuungsraumes im Erweiterungsbau. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die Ansicht eines Kindergarten- respektive Betreuungsraumes im Erweiterungsbau. (Bild: PD)

Das 1984 gebaute Schulhaus Rony in Hünenberg kann auf Vordermann gebracht werden. Die Stimmbevölkerung hat dem Baukredit von insgesamt 19,9 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung deutlich zugestimmt. 2145 Ja-Stimmen stehen 561 Nein-Stimmen gegenüber. Dies entspricht einem Ja-Stimmen-Anteil von 79 Prozent. Die Stimmbeteiligung liegt bei 46,59 Prozent.

Das deutliche Ja zum Baukredit für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Rony freut Gemeinderat Thomas Anderegg (CVP), Vorsteher der Abteilung Bau und Planung, sehr. «Das klare Resultat erachte ich als keine Selbstverständlichkeit», wird er in einer Mitteilung zitiert. «Ich bin überzeugt, dass sich diese Investition lohnen wird.» Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 19,9 Millionen Franken – dem Baukredit war ein Projektierungskredit von 1,54 Millionen Franken vorausgegangen. Dieser wurde an der Gemeindeversammlung vom Dezember 2016 angenommen.

Eine beachtliche Investition für die Familiengemeinde

Diese Kosten bedeuten für Hünenberg eine beachtliche Investition, so Anderegg. «Damit kann das veraltete Schulhaus Rony wieder dem heutigen Bedarf angepasst und die gute Bausubstanz erhalten werden und zusätzliche Bedürfnisse wie Kindergarten, Kinderbetreuung – Mittagstisch und nachschulische Betreuung – sowie Spezialräume können im neuen Gebäude unterbracht werden.» Beim bestehenden Gebäude werden Fenster, Storen, das ganze Dach und die dazu gehörenden Spenglerarbeiten ersetzt. Im Gebäudeinnern braucht es unter anderem neue Bodenbeläge in den Schulräumen, weiter muss die ganze Haustechnik weitgehend ersetzt werden. Im neuen Gebäude, das auf der Ostseite der bestehenden Anlage gebaut wird, entstehen die vom Bauchef erwähnten Räume. Insgesamt drei Kindergärten und drei Betreuungsgruppen finden im Anbau Platz, daneben zusätzliche Büros, Besprechungs- und Arbeitszimmer für die Schulleitung, die Schulsozialarbeit und für Deutsch als Zweitsprache, zudem weitere Gruppenräume, Vorbereitungs- und Besprechungszimmer.

«Der Schulunterricht wird während der Bauphase ohne zusätzliche, kostenintensive Provisorien stattfinden können», freut sich Thomas Anderegg. Vorgesehen ist, im Frühjahr 2019 mit den Baustelleninstallationen und anschliessend mit dem Neubau zu starten. Die gesamten Arbeiten werden in vier Etappen aufgeteilt.

Breite Unterstützung

Ab Frühjahr 2020 kann der Neubau bezogen und das bestehende Schulhaus saniert werden, sodass es im Frühjahr 2021 bezugsbereit sein wird. Die Umgebungsarbeiten werden bis im Sommer 2021 fertig gestellt. Als Familiengemeinde mit wachsenden Schülerzahlen musste Hünenberg bereits kräftig in die Schulinfrastruktur investieren. So ist der Ausbau des Schulhauses Ehret B für rund 22 Millionen Franken noch nicht lange her. Dass nun wieder tief in die Kasse gegriffen wird, ist bei den gemeindlichen Parteien und Kommissionen auf Verständnis gestossen. Das Bauprojekt wurde durch das Band von allen unterstützt. Die Hünenberger bestätigen mit dem klaren Abstimmungsresultat nun die vorherrschende positive Stimmung gegenüber dem Bauprojekt. «Die Bewilligung des Baukredits ermöglicht es auch zukünftigen Generationen, in einem zeitgemässen Schulhaus unterrichtet zu werden», schliesst der Bauchef seine Ausführungen und dankt der Bevölkerungen für das deutliche Ja.