HÜNENBERG: Ein «Burgfäscht» für die Ruine Hünenberg

Nach zweieinhalb Jahren Arbeit ist die Burgruine Hünenberg neu renoviert und steht für Besucher wieder offen. Am 6. Juni findet zur Einweihung ein grosses «Burgfäscht» statt.

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Die Burgruine von Hünenberg. (Bild pd)

Die Burgruine von Hünenberg. (Bild pd)

Die Burgruine Hünenberg war bis vor Kurzem teilweise einsturzgefährdet. Wie die Direktion des Innern in einer Mitteilung schreibt, liess die Korporation Hünenberg die Anlage zum Schutz der Besucher und des Kulturdenkmals konservieren. Seit der letzten Sanierung waren über 40 Jahre vergangen.

Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Direktion des Innern, begleitete die Konservierungsarbeiten. Im Rahmen der Restaurierung wurden die Mauern gereinigt und wo nötig gesichert. Das Mehrjährige Projekt sei ohne Zwischenfälle oder Probleme verlaufen und die budgetierten seien nicht überschritten worden, heisst es in der Mitteilung.

«Burgfäscht» mit Mittelaltermarkt
Besonders die vorher überwachsenen Fundamente des ehemaligen Bergfrieds erwecken laut Direktion des Innern jetzt «mit ihrer Mächtigkeit grossen Eindruck». Auch der 10 Meter tiefe Sodbrunnen sei gesichert und vom Schutt der letzten 60 Jahre befreit. Weil die Burg unter Denkmalschutz steht, wurde die Restaurierung von der Einwohnergemeinde Hünenberg, vom Kanton Zug und vom Bund finanziell unterstützt.

Korporation und Einwohnergemeinde werden die restaurierte Burgruine am «Burgfäscht» vom 6. Juni mit Mittelaltermarkt einweihen. Besucher sind eingeladen, am mittelalterlichen Treiben teilzunehmen.

Funde erstmals am Fest zu sehen
Seit 2005 und parallel zu den Restaurierungsarbeiten habe die Kantonsarchäologie Zug in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters der Universität Zürich archäologische Untersuchungen durchgeführt, heisst es in der Mitteilung.

Dabei kamen – «wider Erwarten», wie es heisst – umfangreiche mittelalterliche Reste und Funde zum Vorschein. Auch ein römischer Münzschatz war dabei und war bereits im Sommer 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Einzelne Stücke sind erstmals am «Burgfäscht» ausgestellt.

ana