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HÜNENBERG: Ein Ersatz für die alte Hütte im Bösch

Derzeit liegen die Pläne für den Neubau der Asylunterkunft auf. Künftig sollen an diesem Standort mindestens 35 Personen untergebracht werden.
Die Profile sind erstellt: Die Asylunterkunft im Bösch soll durch einen Neubau ersetzt werden. Bild: Werner Schelbert (Hünenberg, 21. September 2016)

Die Profile sind erstellt: Die Asylunterkunft im Bösch soll durch einen Neubau ersetzt werden. Bild: Werner Schelbert (Hünenberg, 21. September 2016)

Die Asylunterkunft im Hünenberger Bösch gleicht einer baufälligen Baracke. Flüchtlinge darin unterzubringen, sei fast nicht mehr zumutbar, sagte SP-Präsident Hubert Schuler im Vorfeld der letzten Wintergemeinde im Dezember 2015. Auch der Gemeinderat hat dies erkannt. Er hat deshalb der Gemeindeversammlung einen Kredit von 1,4 Millionen Franken für einen Ersatzbau vorgelegt. Die Vorlage fand breite Zustimmung.

Der Neubau ist auch nötig, weil in der ursprünglich für 20 Personen konzipierten Unterkunft aktuell abgewiesene Asylsuchende untergebracht sind und das Gebäude deshalb nicht vollständig belegt werden kann. Die Gemeinde jedoch steht in der Pflicht, zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen.

Dreigeschossiger Containerbau

In der Zwischenzeit hat die Hünenberger Exekutive die Submission für den Ersatzbau durchgeführt. Nun liegt das Baugesuch öffentlich auf. Die Einsprachefrist läuft noch bis am 5. Oktober. Aus dem Verfahren sei die Variante Containerbau als die günstigste hervorgegangen, sagt die Hünenberger Sozialvorsteherin Käty Hofer. Geplant ist ein dreigeschossiger Bau mit 17 Zimmern und Nebenräumen. Er wird Platz bieten für mindestens 35 Personen. «Die Belegung wird aber jeweils von den Sozialen Diensten Asyl des Kantons vorgenommen», so Hofer. Auch bei der Frage, ob denn in der neuen Unterkunft weiterhin abgewiesene Asylsuchende untergebracht werden, verweist die Gemeinderätin auf den Kanton, sagt aber: «Der Gemeinderat hat klar deponiert, dass die abgewiesenen Asylsuchenden in Zukunft andernorts untergebracht werden sollen. Das ist nach wie vor unsere Meinung.» Offen ist auch, wann die alte Unterkunft abgerissen wird und wo die aktuellen Bewohner während der Bauzeit untergebracht werden.

Ob aus der Anwohnerschaft Einsprachen geplant sind, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. An der Gemeindeversammlung hatten sich 27 Personen für eine Rückweisung des Geschäfts an den Gemeinderat ausgesprochen. «Einige Anwohner sind nach wie vor skeptisch», sagt Käty Hofer und sucht nach einem Grund: Es würden halt in Zukunft mehr Personen untergebracht als bisher. «Wir müssen leider mit Einsprachen rechnen.»

Suche nach zusätzlichen Plätzen

Sollte die öffentliche Auflagefrist ohne Einsprachen verstreichen, würden die Bauarbeiten für die neue Unterkunft bereits im November starten. Im besten Fall könnten dann die Asylsuchenden gemäss Auskunft von Käty Hofer im Frühling 2017 einziehen. «Gibt es Einsprachen, ist der Zeitpunkt nicht abzuschätzen.»

Um weitere Plätze zu schaffen, sei die Gemeinde stetig auf der Suche nach Wohnungen, sagt die Sozialvorsteherin. Im Standort Zollweid, einer privaten Liegenschaft, seien ihres Wissens unterdessen alle Wohnungen belegt. Kürzlich habe eine Privatperson eine weitere Wohnung zur Verfügung gestellt. Für eine weitere gemeindliche Unterkunft zeichne sich noch keine Lösung ab. Hofer ist sich der Verantwortung bewusst, die der Gemeinderat trägt: «Auch mit der neuen Unterkunft im Bösch brauchen wir noch zusätzliche Plätze.»

Rahel Hugrahel.hug@zugerzeitung.ch

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